Kaczynski krank
Treffen des „Weimarer Dreiecks“ fällt aus

Das für Montag in Weimar vorgesehene Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Präsidenten Frankreichs und Polens, Jacques Chirac und Lech Kaczynski fällt aus.

HB BERLIN. Wegen einer Erkrankung des polnischen Staatschefs Lech Kaczynski musste das traditionelle Treffen des so genannten Weimarer Dreiecks kurzfristig abgesagt werden, teilte das Bundespresseamt am Sonntagabend mit. Es werde aber zum frühstmöglichen Zeitpunkt nachgeholt.

Das Weimarer Dreieck wurde 1991 von den Außenministern der drei Staaten eingerichtet und gilt der Abstimmung der Politik der drei Länder. Das Treffen auf Ebene der Staats- und Regierungschefs sollte zum sechsten Mal stattfinden. Ursprünglich als Instrument zur Annäherung Polens an EU und Nato gedacht, hat das „Weimarer Dreieck“ bislang keine große Ausstrahlung für eine neue Nachbarschaftspolitik im Herzen Europas entfaltet. Polens Staatspräsident Kaczynski hatte Anfang des Jahres sogar Sinn und Zweck dieses Dreierverhältnisses in Frage gestellt.

Nach Ansicht von Hans-Dietrich Genscher (FDP), der vor 15 Jahren als Außenminister das erste Treffen initiierte, hat das Forum in der Vergangenheit längst nicht alle Möglichkeiten genutzt. So wie Frankreich und Deutschland dem europäischen Einigungsprozess im Westen immer wieder Dynamik verliehen hätten, so müssten sie es heute zusammen mit Polen für das ganze Europa tun. „Manche Missverständnisse und Disharmonien haben ihren Grund in der mangelhaften Nutzung der Chancen des Weimarer Dreiecks“, sagte Genscher in einem dpa-Gespräch.

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