Kämpfe
Hunderte Menschen sterben Tschad

Bei den jüngsten Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen im Tschad sind nach Angaben des Roten Kreuzes mehrere hundert Zivilpersonen getötet worden. Wegen der Kämpfe in der Region um die Hauptstadt N'Djamena sind zudem zehntausende Menschen über die Grenze nach Kamerun geflohen.

HB N`DJAMENA. Bei den jüngsten Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen im Tschad sind nach Angaben des Roten Kreuzes mehrere hundert Zivilpersonen getötet worden. Die meisten Opfer seien an Schusswunden gestorben, erklärten Rot-Kreuz-Mitarbeiter, die die Situation in der Hauptstadt N'Djamena erkundeten. Eine genau Zahl der Opfer habe man nicht ermitteln können, sagten sie am Dienstag.

Wegen der Kämpfe rund um N'Djamena sind zehntausende Menschen über die Grenze nach Kamerun geflohen. Regierungstruppen wurden am Dienstagabend dabei beobachtet, wie sie Brücken in Richtung Kamerun blockierten und damit den Fluchtweg für hunderte Menschen versperrten. Ein Reporter lokaler Medien berichtete, verängstigte Zivilpersonen seien von den Soldaten zurückgeschickt worden. Nach Angaben der UN-Flüchtlingshilfeorganisation haben seit Montag rund 20 000 Bürger das Land in Richtung Kamerun verlassen.

Nach dreitägigen Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen hatte sich die Lage in der tschadischen Hauptstadt N'Djamena am Dienstag beruhigt. Nur vereinzelt waren Schüsse zu hören, neue Gefechte wurden nicht gemeldet. Außenminister Ahmat Allam-mi sagte nach einem Gespräch mit seinem französischen Kollegen Bernard Kouchner in Paris, sein Land habe den Rebellenaufstand erfolgreich bekämpft. „Im Moment brauchen wir keine Extra-Hilfe.“ Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hatte zuvor erklärt, Frankreich sei zu einem militärischen Eingreifen gegen die Rebellen bereit. „Wenn Frankreich seine Pflicht tun muss, wird es das tun“, sagte er am Dienstag in La Rochelle auf die Frage nach einer möglichen Beteiligung an den Kämpfen. Frankreich hat in der ehemaligen Kolonie Tschad etwa 1 250 Soldaten stationiert.

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