Kämpfe im Jemen: Unicef beklagt Tod von 74 Kindern

Kämpfe im Jemen
Unicef beklagt Tod von 74 Kindern

Der Jemen kommt nicht nur Ruhe: Im Süden des Landes lieferten sich Kämpfer der Huthi-Miliz und Anhänger von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi schwere Gefechte. Erneut kamen zahlreiche Menschen ums Leben.
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AdenBei den Kämpfen im Süden des Jemen sind in der Nacht zu Dienstag mindestens 18 Menschen getötet worden. In Aden lieferten sich Kämpfer der Huthi-Miliz und Anhänger von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi heftige Gefechte, wie aus Kreisen der Rettungskräfte und des Militärs verlautete. Sechs Rebellen und vier Kämpfer der Hadi-treuen Volkskomitees wurden den Angaben zufolge getötet. Den paramilitärische Verbänden sei es bei den Kämpfen gelungen, Teile des zentralen Viertels Al-Moalla wieder unter ihre Kontrolle zu bringen, berichteten Augenzeugen.

Einwohnern zufolge beschossen Kampfschiffe der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition Stellungen der Rebellen in der Hafenstadt. In der östlich von Aden gelegenen Provinz Abjan wurden nach Angaben des Gouverneurs acht Huthi-Rebellen getötet, als sie in einen Hinterhalt von Stammeskämpfern gerieten.

Im Jemen gibt es schon seit Wochen heftige Kämpfe zwischen den schiitischen Huthi-Rebellen und verbündeten Armeeeinheiten sowie den Truppen und Milizen von Präsident Hadi, der im Februar aus der Hauptstadt Sanaa geflohen war. Saudi-Arabien und verbündete arabische Staaten fliegen seit dem 26. März Luftangriffe auf die Huthi-Rebellen.

Seit Sonntag fielen den Kämpfen im Jemen laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP mindestens 159 Menschen zum Opfer, alleine in Aden gab es 63 Tote. Nach Angaben Uno-Kinderhilfswerks Unicef wurden seit Ausbruch der Gewalt mindestens 74 Kinder getötet. Außerdem hätten in den vergangenen zwei Wochen mehr als 100.000 Menschen ihre Häuser verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen, erklärte Unicef. Die Krankenhäuser seien kaum noch in der Lage, die vielen Verwundeten zu versorgen. Mindestens drei Klinikmitarbeiter seien getötet worden.

Die Uno-Organisation beklagte zudem, dass in vielen Gebieten im Süden die Trinkwasserversorgung nicht mehr funktioniere und das Abwasser auf die Straße fließe. Das erhöhe die Gefahr von Seuchen. Im Jemen rücken die schiitischen Huthi-Rebellen immer weiter nach Süden vor. Sie zwangen Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi zur Flucht und drangen in die Hafenstadt Aden ein. Saudi-Arabien und andere Golfstaaten haben mit Luftangriffen interveniert, den Vormarsch der Aufständischen aber nicht stoppen können.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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