Kämpfe im Jemen
Wieder Luftangriffe auf Sanaa

Im Jemen toben weiter die Kämpfe zwischen den Huthi-Rebellen und regierungstreuen Kräften. Kampfflugzeuge der von Saudi-Arabien geführten Allianz bombardieren Sanaa. Offenbar sind auch Kriegsschiffe im Einsatz.
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Aden/Kairo Die Kämpfe zwischen schiitischen Huthi-Rebellen und regierungstreuen sunnitischen Kräften im Jemen haben sich ausgeweitet. Aus Sanaa, Aden und Tais sowie den Provinzen Dalea und Saada wurden am Sonntag Gefechte gemeldet. Kampfflugzeuge einer von Saudi-Arabien geführten Allianz bombardierten Huthi-Stellungen in der Hauptstadt Sanaa. Augenzeugen berichteten zudem, wie ausländische Kriegsschiffe Stellungen der Schiiten in Aden beschossen. Dort setzte eine Sunniten-Miliz aus dem Süden des Landes Insidern zufolge erstmals Panzer und Katjuscha-Raketen gegen die Huthi ein. Die Kämpfe waren die schwersten, seitdem die saudiarabische Allianz im März in den Bürgerkrieg eingriff.

Jemens Außenminister Rijad Jasin wies die Forderung des früheren Präsidenten Ali Abdullah Saleh nach einer Rückkehr zum politischen Dialog zurück. Nach all den von Saleh verursachten Zerstörungen sei dessen Appell inakzeptabel, erklärte der Minister am Sonntag in London. Eine Übereinkunft mit den Huthi werde es nicht geben, solange sie sich nicht aus den von ihnen eroberten Gebieten zurückzögen, sagte Jasin. Ex-Präsident Saleh und die loyal zu ihm stehenden Soldaten unterstützen die aufständische Huthi-Miliz.

Die vom Iran unterstützten Rebellen kontrollieren große Teile des Landes, darunter die Hauptstadt. Zudem haben sie starke Verbündete in der von internen Streitigkeiten zerrütteten Armee. Präsident Abd-Rabbu Mansur Hadi ist aus dem Jemen geflohen. Es wird befürchtet, dass sich der Bürgerkrieg zu einer Konfrontation zwischen den rivalisierenden Regionalmächten Iran und Saudi-Arabien ausweiten könnte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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