Kämpfe in Deraa
Mindestens 17 Personen in Syrien getötet

In der syrischen Stadt Deraa sind am Samstag bei einem Beschuss mindestens 17 Menschen getötet worden. Dutzende Personen wurden verletzt. Zudem wurde bekannt, dass Ende Mai fünf Journalisten in dem Land ums Leben kamen.
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Beirut, New York, Washington/LondonDas Blutvergießen in Syrien geht weiter. Bei einem Beschuss der südsyrischen Stadt Deraa sind der Opposition zufolge in der Nacht zu Samstag 17 Menschen getötet worden. Der US-Nachrichtensender CNN berichtet von mindestens 20 Toten. Dutzende wurden den Berichten zufolge verletzt. Frauen und Kinder sind unter den Opfern der Gefechte zwischen Armee und Rebellen. Ein Aktivist sagte dem britischen Fernsehsender BBC am Samstagmorgen, die Kämpfe dauerten an. In Deraa hatte der Aufstand gegen Präsident Baschar al-Assad von 15 Monaten begonnen.

Auch in der Hauptstadt Damaskus berichteten Oppositionelle am Freitag von Explosionen und Gewehrfeuer. Am Freitag starben nach Angaben der örtlichen Koordinierungskomitees mehr als 50 Menschen bei Kämpfen. In den Provinzen Idlib, Damaskus, Deir al-Sor, Homs und Deraa seien auch 25 Soldaten ums Leben gekommen.

Nach dem jüngsten Massaker wächst die Sorge vor einem Flächenbrand und dem Ausbruch eines Krieges in der ganzen Region. Der UN-Sicherheitsrat konnte sich trotz Mahnungen von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und dem Syriengesandten Kofi Annan nicht auf eine gemeinsame Haltung einigen. Russland und China verhindern nach wie vor Sanktionen gegen die Regierung von Baschar al-Assad. Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte die Lage in Syrien „schrecklich“. Annan warnte am Donnerstag vor einem ausufernden Regionalkrieg und forderte, den Druck auf Assad zu erhöhen.

Bereits Ende Mai sind einer Journalistenorganisation zufolge fünf syrische Reporter getötet worden. Wie das in New York ansässige Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) am Freitag (Ortszeit) mitteilte, kamen drei Reporter des Netzwerks Schaam News am 27. Mai ums Leben, als sie in der Hauptstadt Damaskus Zusammenstöße zwischen Regierungstruppen und Aufständischen filmten. Einen Tag später seien in der Rebellenhochburg Homs ein Bürgerjournalist und sein Kameramann getötet worden, als sie einen Angriff der syrischen Armee dokumentieren wollten.

Schaam News stellt regelmäßig Videos der blutigen Unterdrückung der Widerstandsbewegung ins Internet, auf die dann auch internationale Medien bei ihrer Berichterstattung über den Syrien-Konflikt zurückgreifen. Dem Netzwerk zufolge hatten Geheimdienstagenten die Sicherheitskräfte über den Aufenthaltsort der drei Journalisten informiert. Dieser sei dann mit Granaten beschossen worden. Laut CPJ wurden in den vergangenen sechs Monaten mindestens neun einheimische und ausländische Journalisten in Syrien getötet.

Ein britischer Journalist hat unterdessen schwere Vorwürfe gegen die syrischen Rebellen erhoben: Die Gegner des Assad-Regimes hätten ihn in der Nähe der libanesischen Grenze in eine Falle gelockt, damit er von syrischen Regierungstruppen erschossen würde.

Das erklärte der Chefkorrespondent von Channel 4 News, Alex Thomson, in seinem Blog. „Tote Journalisten sind nicht gut für Damaskus“, schrieb er.

Agentur
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AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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  • Klapperklaus, ihr Wort in Gottes/Merkels Gehörgang, Zweifel sind angebracht. .
    Danke

  • Wow es ist ja scheinbar doch möglich auch Artikel zu dem Thema zu veröffentlichen die sich nicht glasklar auf eine Seite schlagen und dem Leser vorgeben was er denken soll.

    Assad ist zweifelsohne ein Verbrecher und gehört wie ein solcher behandelt, allerdings weiß keiner welche Interessensgroupierungen hinter den "Rebellen" stecken. Wenn jemand meint die täten das aus Sorge um ihr Land und die dortige Bevölkerung kann ich diese Meinung nicht teilen.

    Ich hoffe unsere Regierungs-Kasperle widerstehen der Versuchung uns nach Afghanistan nun gleich in den nächsten sinnlosen Konflikt mit einzumischen.

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