Kämpfe in Ostukraine
Rebellenhochburg gerät unter Artilleriebeschuss

Die Kämpfe in der Ostukraine weiten sich aus: Artilleriegranaten sind in einem Wohnblock in der Rebellenhochburg Donezk eingeschlagen. Mehrere Menschen wurden getötet. Auch an der Absturzstelle von MH17 wird gekämpft.
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KiewIm Osten der Ukraine kommen zivile Ziele zunehmend unter den Beschuss schwerer Waffen. Mindestens 23 Menschen sollen am Dienstag getötet worden sein. In einem Wohnblock in der Rebellenhochburg Donezk schlugen mehrere Artilleriegranaten ein. Etwa 50 Menschen suchten Schutz in einer umliegenden Tiefgarage. Mindestens eine Person in dem Wohnblock wurde getötet. In der Gegend roch es stark nach Gas. Ukrainische Regierungstruppen hatten bislang Donezk nicht beschossen.

Nach Angaben der Stadtverwaltung von Lugansk wurden in einem Altenheim fünf Menschen getötet, als Granaten einschlugen. Das russische Fernsehen zeigte Bilder von Toten in Rollstühlen, bedeckt mit Tüchern. In der von Regierungstruppen belagerten Stadt Horliwka wurden nach Angaben des Bürgermeisteramtes 17 Menschen, darunter drei Kinder, durch Artilleriebeschuss getötet. Nach Uno-Angaben kamen zwischen Mitte April und dem 26. Juli 1129 Menschen in dem Konflikt um.



Umkämpft ist auch die Gegend, in der die malaysische Passagiermaschine MH17 abgestürzt ist. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte verlangte eine sofortige Waffenruhe am Ort des Absturzes. Rutte forderte den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko mit Nachdruck auf, die Gefechte zu stoppen, um die humanitäre Arbeit zu ermöglichen, teilte ein Regierungssprecher am Dienstag in Den Haag mit.

Die niederländischen forensischen Experten und Polizisten konnten wegen der Kämpfe am Dienstag erneut das Katastrophengebiet nicht erreichen. Sie sollen die dort noch liegenden sterblichen Überreste und das persönliche Eigentum der 298 Opfer bergen.

Kostbare Zeit gehe verloren, sagte Rutte nach den Worten des Sprechers. Der ukrainische Präsident soll zugesichert haben, alles für den sicheren Zugang der Experten zu tun. Am 17. Juli war eine Passagiermaschine der Malaysia Airlines über der Ostukraine vermutlich von einer Rakete abgeschossen worden. Dabei starben 298 Menschen, die meisten davon waren Niederländer.

Nach einem Aufruf der niederländischen Polizei sind dort 150 Fotos und Videos von Augenzeugen des Absturzortes eingegangen. Über Portale in vier verschiedenen Sprachen – Niederländisch, Englisch, Deutsch und Ukrainisch – seien die Aufnahmen bei der Polizei eingegangen, sagte eine Sprecherin. Die Polizei hatte in der vergangenen Woche einen Internetaufruf an Augenzeugen im Absturzgebiet gestartet und um das Material gebeten.

Was genau auf den Fotos und Videos zu sehen war, dazu äußerte sich die niederländische Polizei zunächst nicht. Aufgerufen hatte sie dazu, Aufnahmen von der Absturzstelle vor, während und nach dem Unglück bereitzustellen. Da die Situation an der Absturzstelle höchst chaotisch ist, erhoffen sich die Beamten, mit Hilfe der Aufnahmen Licht ins Dunkel der Tragödie zu bringen.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Kämpfe in Ostukraine: Rebellenhochburg gerät unter Artilleriebeschuss"

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  • Artikel: "Im Osten der Ukraine kommen zivile Ziele zunehmend unter den Beschuss schwerer Waffen."

    Und wir waschen unsere Hände in Unschuld, stimmts?

    Ehrlicher sollte man schreiben: "Die vom Westen unterstützte Ukraine beschießt mit schweren Waffen zunehmend zivile Ziele."

    Hey, wir sanktionieren Russland, weil die ihren Einfluss auf die russischen Rebellen nicht nutzen, um Frieden zu schaffen. Warum sanktionieren wir uns nicht selbst, weil wir unseren Einfluss auf die Regierung und Armee der Ukraine nicht nutzen??

    Schluss mit der Gewalt und Propaganda auf beiden Seiten!

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