Kämpfe in Südjemen
Huthi-Milizen an mehreren Fronten zurückgedrängt

Dem von Saudi-Arabien geführten Bündnis ist ein Erfolg im Kampf gegen die Huthi-Rebellen im Jemen gelungen: Die Miliz hat an mehreren Fronten Rückschläge erlitten. Der Iran stellte ein Programm zur Schlichtung vor.
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AdenDie schiitische Huthi-Miliz hat nach Darstellung ihrer Gegner an mehreren Fronten im Süden des Jemen Rückschläge erlitten. In der umkämpften Hafenstadt Aden hätten die Huthis ihre Kämpfer aus dem Bezirk Chor Maksar zurückgezogen, teilte die Südmiliz am Dienstag mit.

Damit verlören die Huthis den Zugang zu einer wichtigen Brücke in Richtung Innenstadt. In der Provinz Schabwa sei ein Infanteriestützpunkt von den Huthis zurückerobert worden. In der Provinz Dhalea und der Stadt Huta wurden den Angaben zufolge Dutzende Huthi-Kämpfer getötet.

Aden ist die letzte Großstadt, die noch von Anhängern des nach Saudi-Arabien geflohenen Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi gehalten wird. Der Konflikt gilt als Stellvertreterkrieg zwischen dem schiitischen Iran, der die Huthis unterstützt, und dem sunnitischen Saudi-Arabien. Seit drei Wochen greift ein vom Königreich angeführtes Bündnis sunnitischer Länder Stellungen der Huthis aus der Luft an.

Der Iran präsentierte am Dienstag ein Vier-Punkte-Programm zur Lösung des Konflikts. Er sieht eine Feuerpause, humanitäre Hilfen, einen inner-jemenitischen Dialog und eine breit angelegte Regierung vor. Luftangriffe „sind schlicht nicht die Antwort“, sagte Außenminister Dschawad Sarif in Madrid. Auch alle Kämpfe am Boden sollten eingestellt werden.

Die Islamische Republik unterstützt die Huthis politisch, nach eigenen Angaben aber nicht militärisch.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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