Kämpfe in Syrien
Drei spanische Reporter vermisst

Syrien gehört zu den gefährlichsten Ländern der Welt. Seit Jahren toben Kämpfe, auch um die nördliche Stadt Aleppo. Dort sind nun drei spanische Reporter verschwunden. Sie könnten in die Hände des IS geraten sein.
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MadridIm Bürgerkriegsland Syrien werden drei spanische Reporter vermisst. Die freien Journalisten Antonio Pampliega, Ángel Sastre und José Manuel López hätten aus der Region um die umkämpfte Stadt Aleppo berichtet, sagte die Chefin des spanischen Verbands der Pressevereinigungen, Elsa González, am Dienstag im Fernsehen. Die Männer reisten demnach am 10. Juli nach Syrien, seit dem 12. Juli fehlt jedes Lebenszeichen.

In der Region im Norden des Landes wüteten „heftige Kämpfe“, daher gebe es „Grund zur Besorgnis“, sagte González. Im Moment könne der Verband aber nur von einem „Verschwinden“ der Journalisten sprechen. Dem spanischen Sender TVE zufolge arbeiteten die drei Reporter gemeinsam an einem Bericht, das wollte González aber nicht bestätigen. Sie sagte AFP, spanische Regierungsvertreter hätten sie darüber informiert, dass die Reporter verschollen seien.

Pampliega und López hatten in der Vergangenheit unter anderem für die Nachrichtenagentur AFP gearbeitet. Die Familien der Vermissten baten in einer Erklärung um „Respekt“ sowie um „größtmögliche Zurückhaltung“ in Bezug auf den Fall. Das spanische Außenministerium erklärte, über die Situation „im Bilde“ zu sein und an der Aufklärung zu arbeiten.

Die Organisation Reporter ohne Grenzen stuft Syrien als das derzeit gefährlichste Land für Journalisten weltweit ein. Im Jahr 2013 waren drei spanische Journalisten in Syrien entführt worden, unter anderem von Kämpfern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Sie wurden nach mehreren Monaten wieder freigelassen. Im August 2014 tötete die Miliz den US-Journalisten James Foley, der zuvor im Norden von Syrien verschleppt worden war.

Aleppo, einst eine florierende Handelsmetropole, ist derzeit schwer umkämpft. Die Stadt ist praktisch geteilt in einen von den Aufständischen kontrollierten Osten und einen von Regierungstruppen gehaltenen Westen. Weite Teile der Stadt sind zerstört, ein Großteil der Zivilbevölkerung ist geflohen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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