Kämpfe in Syrien: UN warnen vor Verdreifachung des Flüchtlingsstroms

Kämpfe in Syrien
UN warnen vor Verdreifachung des Flüchtlingsstroms

Eine Million Syrer sind ins Ausland geflohen - diese Zahl könnte sich bis Ende des Jahres verdreifachen. Die UN bitten um Unterstützung. Indes gehen die Kämpfe in ungebrochener Heftigkeit weiter.
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Beirut/AnkaraAngesichts der heftigen Kämpfe im syrischen Bürgerkrieg warnen die Vereinten Nationen vor einer dramatischen Flüchtlingswelle. Wenn der Krieg nicht ende, könnte sich die Zahl der ins Ausland geflohenen Menschen von derzeit einer Million bis Ende des Jahres verdoppeln oder verdreifachen, sagte am Sonntag der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, António Guterres. In dem zweijährigen Aufstand gegen das Regime von Staatschef Baschar al-Assad sind bislang 70 000 Menschen getötet worden.

Guterres warnte in Ankara angesichts der Kämpfe vor dem „Risiko einer Explosion“ in der spannungsreichen Nahost-Region. Zudem rief er die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, die Nachbarländer Türkei, Libanon, Jordanien und weitere Länder dabei zu unterstützen, die vielen Flüchtlinge unterzubringen.

Bei Luftangriffen der syrischen Armee auf Ziele in der Nordprovinz Rakka kamen nach Angaben der Oppositiopn vom Sonntag mindestens 14 Menschen ums Leben. Vorwiegend islamistische Rebellen hatten die strategisch wichtige Stadt mit ihren 500 000 Einwohnern Mitte der vergangenen Woche nahezu vollständig eingenommen.

In Aleppo wurden nach Angaben von Aktivisten mindestens 20 Tote Männer aus einem Fluss geborgen, der zwischen den von Regierungstruppen und Rebellen gehaltenen Teilen der Stadt verläuft. Videos zeigten mindestens neun Tote. Der in Aleppo lebende Aktivist Mohammed al Chatib sagte über Skype: „Fast jeden Tag werden Leichen aus dem Fluss geholt.“

Am Sonntag wurden auch schwere Kämpfe aus Baba Amr gemeldet, einem Viertel der zentralsyrischen Stadt Homs. Amateurvideos zeigten Rauchsäulen über Homs.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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  • Leider wird das Blutvergießn und das Flüchlingsproblem wieter zunehmen: Unlänsgt schickte Nato-und Eu-Mitglied Kroatien erst 3000 Tonnen Wafen via Türkei und Jordanien nach Syrien. Arme Syrer!

  • Sie sollten sich schämen.

  • Ein ekelhafter, inhumaner Kommentar. Hoffentlich werden Sie nie in die Verlegenheit kommen, vor Krieg und Gewalt fliehen zu müssen.

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