Kämpfe mit Islamisten
Köhler soll in Somalia vermitteln

Soldaten der somalischen Übergangsregierung haben mit Unterstützung der äthiopischen Armee begonnen, die Hauptstadt Mogadischu zu stürmen. Die islamistischen Kräfte sind auf dem Rückzug. Doch Anführer Scheich Ahmed will seine Niederlage nicht akzeptieren. Ein prominenter Deutscher soll nun schlichten.

HB MOGADISCHU. In Mogadischu besetzten Truppen der Übergangsregierung wichtige Gebäude und den Flughafen. Die islamistischen Milizen zogen sich zurück. Mit der Aufgabe der Hauptstadt solle ein Blutvergießen vermieden werden, sagte Islamistenführer Scheich Scharif Ahmed im arabischen TV-Sender Al-Dschasira.

Der Rückzug bedeute aber keinesfalls eine Niederlage: „Mitglieder der Union der Islamischen Gerichte werden sich nicht ergeben. Wir werden uns verteidigen und dem Feind eine Niederlage zufügen.“ Er warf den äthiopischen Truppen „Völkermord am somalischen Volk“ vor.

Während sich der Uno-Sicherheitsrat erneut auf keine Erklärung zum Konflikt einigen konnte, kam es noch vor dem Einmarsch von Einheiten der somalischen Übergangsregierung und verbündeter äthiopischer Truppen zu Plünderungen und Schießereien.

Der schwedische Diplomat Jens Odlander - der an den europäischen Vermittlungsbemühungen beteiligt war - berichtete dem Rundfunk seines Landes aus Kenia: „Wir erhalten heute Berichte über einen völligen Zusammenbruch der Struktur der (Islamisten-)Gerichte, insofern hat sich die gesamte Ausgangslage geändert.“ Es gebe nun Berichte über heftige Kämpfe zwischen den einzelnen Clans.

„Wir werden Recht und Ordnung in die Hauptstadt bringen“, sagte Außenminister Ismail Hurre. Übergangsministerpräsident Mohamed Ali Gedi war Hurre zufolge per Hubschrauber auf dem Weg und wollte die Regierungstruppen in die Stadt führen.

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