Kairo-Besuch
Chinas Präsident verspricht Ägypten Milliarden-Investitionen

China ringt um Einfluss in der arabischen Welt. Bei seinem Kairo-Besuch hat Präsident Xi Jinping der ägyptischen Führung Investitionen in Aussicht gestellt – und lobte Präsident Sisi für die „Stabilisierung des Landes“.

KairoChina stellt Ägypten Investitionen in Milliardenhöhe in Aussicht. Die beiden Länder planten 15 gemeinsame Entwicklungs- und Infrastruktur-Projekte, die sich auf ein Volumen von insgesamt 15 Milliarden Dollar belaufen könnten, sagte der chinesische Präsident Xi Jinping am Donnerstag bei einem Besuch in Kairo. Seine Delegation unterzeichnete dort insgesamt 21 Verträge, mit denen die asiatische Wirtschaftsmacht und das bevölkerungsreichste Land der arabischen Welt eine neue Ära der Zusammenarbeit einläuten wollen. Auf einer Pressekonferenz mit Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi lobte Xi den Ex-Armeechef zudem für die „Stabilisierung“ des Landes. Kritiker werfen Sisi dagegen einen zu harten Kurs gegen Dissidenten vor.

China ist von Ölimporten aus dem Nahen Osten abhängig, hat sich in der Diplomatie der Region aber traditionell zurückgehalten. Zu Xis Reisezielen gehören auch die beiden rivalisierenden Großmächte Saudi-Arabien und Iran, was auf Bemühungen um mehr Einfluss hindeutet. Ägypten ringt darum, seine stark vom Tourismus und ausländischen Investoren abhängige Wirtschaft nach Jahren politischer Instabilität wieder auf Kurs zu bringen. Finanzhilfen kamen bisher vor allem aus Saudi-Arabien und den Golf-Emiraten. Doch der Ölpreisverfalls schürt Zweifel, ob die Gelder auch weiterhin so üppig sprudeln.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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