Kalisalz-Geschäft
Weißrussland erlässt Haftbefehl gegen russischen Milliardär

Gegen Sulejman Kerimow wurde Haftbefehl erlassen. Dem Eigentümer des russischen Bergbauunternehmens Uralkal wird Machtmissbrauch vorgeworfen. Hintergrund ist Streit um das Geschäft mit Kalisalz.
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MinskDer Streit zwischen Weißrussland und Russland um das Geschäft mit Kalisalz spitzt sich zu. Das weißrussische Ermittlungskomitee stellte am Montag in Minsk einen Haftbefehl gegen den Milliardär Sulejman Kerimow aus, einen der Eigentümer des russischem Bergbauunternehmens Uralkali. Ihm werde Machtmissbrauch vorgeworfen, hieß es zur Begründung. Kerimow drohen im Falle einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Gefängnis.

Erst vergangene Woche hatte Weißrussland den Chef von Uralkali, Wladislaw Baumgertner, festgenommen. Ihm wird ebenfalls Machtmissbrauch vorgeworfen. Die russische Regierung hatte Weißrussland daraufhin aufgefordert, Baumgertner umgehend freizulassen und mit wirtschaftlichem Druck auf das Land gedroht.

Im Juli hatte sich Uralkali aus einem Joint-Venture mit Belaruskali zurückgezogen. Weißrussland fürchtet nun einen Preiskampf mit Russland. Beobachter sehen in der juristischen Verfolgung der Uralkali-Verantwortlichen eine Vergeltungsaktion für die Kündigung der Zusammenarbeit der beiden Unternehmen.

Kalisalz wird zur Herstellung von Düngemitteln verwendet.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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