Kameras werden abgeschaltet: Iran beendet freiwillige Zusammenarbeit mit IAEO

Kameras werden abgeschaltet
Iran beendet freiwillige Zusammenarbeit mit IAEO

Der Iran hat freiwillige Zusammenarbeit mit IAEO eingestellt. Grund sei der Beschluss der Behörde, den Uno-Sicherheitsrat einzuschalten. Unangekündigte Kontrollen in dem Land kann es nun nicht mehr geben.

HB TEHERAN. Die Entscheidung der iranischen Regierung gab der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Hussein Entesami, bekannt. Damit sei ein entsprechendes Parlamentsgesetz vom vergangenen November umgesetzt worden, zitierte die Nachrichtenagentur ISNA den Sprecher. Unklar blieb, ob und wann Teheran Inspekteure der Internationalen Atomenergie-Organisation des Landes verweist und ob die in den Atomanlagen installierten Überwachungskameras entfernt werden.

Am Vortag hatte der iranische Chefunterhändler bei den Nukleargesprächen, Ali Laridschani, erklärt, Teheran werde auch an seinen Plänen zur Urananreicherung festhalten. Ein Zeitplan dafür sei der IAEO übermittelt worden.

Teheran kündigte am Montag außerdem an, die Uran-Anreicherung in den kommenden Tagen wieder aufzunehmen. Je nach Anreicherungsgrad kann Uran zur Energiegewinnung und zum Bau von Atombomben verwendet werden. Während der Westen der iranischen Regierung vorwirft, heimlich Atomwaffen herstellen zu wollen, beteuert Iran stets, lediglich die Energieversorgung im Land ankurbeln zu wollen.

Russland kündigte unterdessen an, die Urananreicherung für Iran nur dann zu übernehmen, wenn Teheran sein entsprechendes Forschungsprogramm wieder aussetzt. Bedingung für den russischen Vorschlag sei, dass Teheran das Moratorium für die Urananreicherung wieder in Kraft setze, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax Vizeaußenminister Sergej Kisljak.

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