Kamerun: Regierung ermittelt zum Tod von 25 Boko-Haram-Kämpfern

Kamerun
Regierung ermittelt zum Tod von 25 Boko-Haram-Kämpfern

Misshandlungen könne er ausschließen, sagt Kameruns Kommunikationsminister Bakary. Die Regierung untersucht den Tod von 25 inhaftierten Boko-Haram-Kämpfern. Ein hoher Offizier musste bereits gehen.
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JaundeKamerun hat erstmals eingeräumt, dass 25 mutmaßliche Kämpfer der Terrorgruppe Boko Haram in einem Gefängnis unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen sind. Kommunikationsminister Issa Tchiroma Bakary wies jedoch Misshandlungsvorwürfe zurück: „Ich kann bereits feststellen, dass zum jetzigen Stand der Ermittlungen keine Beweise vorliegen, dass diese Personen vorsätzlich getötet wurden“, sagte er am Freitagabend.

Kamerun hatte nach Angaben des Ministers im Dezember 51 mutmaßliche Anhänger der nigerianischen Extremistengruppe gefasst. 25 von ihnen wurden einen Tag später tot in ihrer Zelle gefunden. Die Ursache ihres Todes werde immer noch untersucht, sagte Bakary. Ein hoher Offizier sei aus seinem Amt entfernt worden. Gegen ihn werde wegen der Todesfälle ermittelt. Einen Namen nannte der Minister nicht.

Schon im Januar hatte die Menschenrechtsgruppe Network of Human Rights Defenders in der Hauptstadt Jaunde unter Berufung auf „verlässliche Quellen“ berichtet, 50 Boko-Haram-Anhänger seien in ihren Zellen erstickt und dann in einem Massengrab beerdigt worden. Die Gruppe kritisierte, die Armee begehe straflos Menschenrechtsverletzungen, darunter Folter.

Boko Haram kämpft seit sechs Jahren für ein Kalifat im Nordosten Nigerias. Der Konflikt hat sich über die Landesgrenzen ausgedehnt, und inzwischen kämpfen auch Kamerun und der Tschad gegen die islamistischen Extremisten. Nigeria hatte am Donnerstag eingeräumt, dass auch Söldner aus Südafrika und anderen Ländern im Kampf gegen Boko Haram eingesetzt werden. Die Gruppe hat der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und im Irak die Treue geschworen.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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