Kampagne zum Welttierschutztag
Tierschutzbund fordert Ende der Subventionen für Tiertransporte

Die EU-Subventionen für Schlachttiertransporte in Drittländer müssen nach Ansicht des Deutschen Tierschutzbundes gestrichen werden.

HB BREMEN. Mehr als 200 000 Rinder würden jährlich unter schlimmsten Bedingungen bis in den Vorderen Orient transportiert, sagte der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel. „An der Tierquälerei hat sich nichts geändert.“ Heute starteten die Tierschützer in Bremen ihre Kampagne zum Welttierschutztag (4. Oktober) unter dem Motto „Mein Weg in den Tod ist die Hölle. Stoppt qualvolle Tiertransporte.“

Die meisten Subventionsgelder fließen nach Angaben von Apel nach Deutschland. „Das Land ist Hauptexporteur und damit Tierquäler Nummer eins.“ Grund für die Exporte sei die Überproduktion. Apel appellierte an die Bauernverbände, „hier selbst einzugreifen und Regularien zu schaffen“. In der EU seien 2004 insgesamt 60 Millionen Euro für den Export von Schlachtvieh gezahlt worden. „In diesem Jahr sollen es sogar 79 Millionen Euro sein.“

Statt Tiertransporte zu subventionieren, sollte in Drittländern beispielsweise der Bau von Kühlhäusern finanziell unterstützt werden, forderte Apel. „Dann kann das Vieh dort geschlachtet werden, wo es aufwächst.“

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