Kampf gegen Aufständische
Cheney vergleicht Lage im Irak mit Zweitem Weltkrieg

US-Vizepräsident Richard Cheney hat die Lage im Irak mit der am Ende des Zweiten Weltkrieges verglichen. Auch damals habe es noch ein verzweifeltes Aufbäumen gegen die Alliierten gegeben. Doch Zweifel an einem endgültigen Sieg der USA über die Rebellen lässt er nicht zu.

HB WASHINGTON. Die schwierigsten Schlachten habe es nur wenige Monate vor Ende des Krieges in Europa und im Pazifik-Raum gegeben, sagte Cheney dem US-Nachrichtensender CNN. Die kommenden Monate im Irak werden nach den Worten von Cheney schwierig. Es werde viel Gewalt und Blutvergießen geben. Die Terroristen versuchten, den demokratischen Prozess zu unterbrechen. Die USA seien aber stark genug, sie zu besiegen, sagte der Vizepräsident.

Zuvor hatte Verteidigungsminister Donald Rumsfeld noch Vorwürfe zurückgewiesen, der Irak-Krieg sei für die USA festgefahren. Zugleich bezeichnete er zuletzt erhobene Forderungen nach einem Zeitplan für den Abzug der US-Truppen aus dem Golfstaat als Fehler. In einer Anhörung vor dem Streitkräfte-Komitee des US-Senats warfen ihm einzelne Senatoren vor, ein Ende des Krieges im Irak sei nicht in Sicht, und die US-Regierung verheimliche diese Tatsache vor dem amerikanischen Volk.

Ein hochrangiger Kommandeur der US-Truppen für den Nahen Osten erklärte, entgegen den Regierungsberichten verschärfe sich der Kampf der Rebellen im Irak sogar. Rumsfeld zufolge ist eine Verbesserung der Lage im Irak nur möglich, wenn die politischen Reformen in dem Land weiter vorangetrieben werden. Sollten die US-Truppen den Golfstaat verlassen, bevor die irakischen Sicherheitskräfte die Situation unter Kontrolle hätten, würden die Rebellen nur gestärkt, fügte er hinzu.

Nach jüngsten Umfragen hat die Zustimmung der US-Bevölkerung zu dem Krieg deutlich abgenommen. Der Irak-Krieg sei kontinuierlich völlig unkoordiniert geführt worden, so der Vorwurf.

Der irakische Ministerpräsident Ibrahim al Dschaafari wird am heutigen Freitag in den USA von Präsident George W. Bush empfangen. Er hatte vor Parlamentariern die USA aufgefordert, den Druck auf Syrien aufrecht zu halten. Syrien solle auf diese Weise veranlasst werden, das Eindringen von Rebellen über die Grenze in den Irak zu unterbinden.

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