Kampf gegen Aufständische
Hunderte Tote bei US-Offensive im Irak

Das US-Militär hat im Irak eine groß angelegte Offensive gegen Aufständische und Terroristen gestartet. Dabei stoßen die Soldaten auf erbitterten Widerstand. Bei heftigen Kämpfen kamen bislang mindestens 100 Iraker ums Leben. Auch die Zahl der getöteten Amerikaner steigt weiter.

HB BAGDAD. Es handele sich um einen verbissen kämpfenden Feind, der sowohl über Waffen als auch über militärische Fähigkeiten verfüge, sagte General James Conway vom US-Generalstab.

US-Eliteeinheiten hatten am Wochenende die Operation „Matador“ in der westirakischen Provinz Anbar begonnen. Es ist der größte Militäreinsatz seit dem Sturm der Rebellenhochburg Falludscha im November vergangenen Jahres.

Ziel sind nach den Worten von Conway Gruppen von Aufständischen und nicht der jordanische Top-Terrorist Abu Mussab al-Sarkawi. Nach US-Militärangaben sind bei den Kämpfen mindestens 100 Iraker getötet worden. Auch die Zahl der bei der Offensive getöteten US-Soldaten steigt weiter: Allein am Montag kamen nach Angaben des US-Militärs vom Dienstag vier Marineinfanteristen ums Leben.

Unterdessen wurden bei zwei Selbstmordanschlägen im Nordirak am Mittwoch mindestens 44 Menschen getötet. In der Stadt Howeidscha sprengte sich vor einem Rekrutierungsbüro der irakischen Armee ein Attentäter am Morgen mit einem Sprengstoffgürtel inmitten der Freiwilligen in die Luft. Nach Polizeiangaben kamen mindestens 21 Menschen ums Leben.

Bei einem zweiten Anschlag in der nordirakischen Stadt Tikrit starben mindestens 24 Menschen. Das meldete der arabische Nachrichtensender Al Dschasira. Eine Autobombe sei auf einem kleinen Marktplatz in der Nähe einer Polizeistation explodiert.

Nach Polizeiangaben sei es den Sicherheitskräften zwar noch gelungen zu verhindern, dass der Selbstmordattentäter sein Fahrzeug unmittelbar vor der Polizeistation zur Explosion brachte. Der Mann sei dann aber in eine Menschenmenge auf dem nahe gelegenen Marktplatz gerast.

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