Kampf gegen Aufständische wird verstärkt
US-Truppen betreten heiligen Boden

Während die US-Regierung im eigenen Land wegen der Foltervorwürfe verstärkt unter Druck gerät, wird im Irak wieder verstärkt gegen die Anhänger des Schiitenführers Moktada el Sadr vorgegenagen. US-Soldaten und Aufständische haben sich am Freitag in der Pilgerstadt Nadschaf heftige Gefechte geliefert.

HB NADSCHAF. Mindestens drei US-Panzer drangen nach Tagesanbruch auf das Gelände des für Schiiten heiligen Friedhofs der südirakischen Stadt Nadschaf vor. Kämpfer der Mehdi-Miliz Sadrs beschossen die Panzer mit Granatenwerfern.

Die Extremisten-Organisation El Kaida sicherte den aufständischen Irakern ihre weitere Unterstützung zu. „In unserem Heiligen Krieg auf der arabischen Halbinsel dienen wir der irakischen Sache und helfen den Mudschaheddin im Irak, mit denen wir ständig in Kontakt sind“, hieß es in einer am Freitag im Internet veröffentlichten Erklärung, die dem saudiarabischen El-Kaida-Anführer Abdulasis el Mukrin zugeschrieben wurde.

Die US-Soldaten auf dem Friedhof von Nadschaf schossen auf vermutete Positionen der Mehdi-Miliz, die den für Schiiten heiligen Boden nach Angaben der US-Truppen als Operationsbasis für Angriffe gegen US-Soldaten am Rande der Stadt benutzten. Weiße Rauchwolken stiegen nach der Explosion von Granaten auf. Der gemäßigte Schiitenführer Ali Sistani forderte nach Angaben eines seiner Berater sowohl die US-Truppen als auch die Kämpfer Sadrs auf, das Gelände des Friedhofs zu verlassen.

Der Friedhof erstreckt sich über mehrere Quadratkilometer. Zahlreiche Gebetsstätten befinden sich auf dem Gelände, auf dem Schiiten aus aller Welt begraben werden wollen. US-Offiziere sagten, sie würden zwar nicht versuchen, in schiitische Gebetsstätten einzudringen, wie den Imam-Ali-Schrein, in dem Sadr Schutz gesucht haben soll. Aber nun sei es an der Zeit, die Mehdi-Miliz aufzulösen. Die Geduld der US-Truppen sei nach den mehr als einen Monat anhaltenden Kämpfen im Südirak erschöpft.

Auch in der Nähe der Stadt Kerbela kam es am Freitag - traditionell der Gebetstag der Moslems - zu neuen Zusammenstößen zwischen Truppen der USA und Großbritanniens auf der einen und Anhängern Sadrs auf der anderen Seite.

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