Kampf gegen Ausbreitung der Vogelgrippe
EU will Importstopp für Zier- und Wildvögel

Nach der Infektion eines Papageis mit dem auch für Menschen gefährlichen Vogelgrippe-Virus H5N1 in Großbritannien will die Europäische Union ein generelles Importverbot für Zier- und Wildvögel verhängen.

HB LUXEMBURG. Einen entsprechenden Vorstoß machte EU- Gesundheitskommissar Markos Kyprianou, wie Bundeslandwirtschaftsminister Jürgen Trittin (Grüne) am Rande eines Treffens mit seinen EU-Kollegen am Montag in Luxemburg sagte. Kyprianou werde im zuständigen Ausschuss seinen Vorschlag vorlegen.

„Es ist nicht zu vertreten, dass Millionen Tiere und eben auch wirtschaftliche Existenzen durch den Handel mit exotischen Vögel gefährdet werden sollen“, sagte Trittin. Neben Deutschland hatte sich auch die amtierende EU-Ratspräsidentschaft Großbritannien für ein Verbot stark gemacht.

Das gefährliche asiatische Vogelgrippevirus H5N1 war am Sonntag in Großbritannien in einem toten Papagei aus Südamerika nachgewiesen worden. Das Tier starb in einer Quarantänestation. Da der Vogel die Station nicht verlassen hatte, gilt Großbritannien weiter als vogelgrippefrei.

Trittin sagte weiter, dass angekündigte Verbot versperre dem Virus einen weiteren Weg nach Europa. „Deutschland hat sich für diese Maßnahme eingesetzt, weil beim Tierhandel die Wege nur sehr schwer zu kontrollieren sind“, sagte er. „Die Vogelgrippe können wir nur in einem EU-weit einheitlichen Vorgehen bekämpfen.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%