Kampf gegen den Terror
USA und Frankreich sagen Extremisten den Kampf an

In Orlando waren am Wochenende 49 Menschen in einer Bar getötet worden. In Frankreich hatte ein Mann vor zwei Tagen einen Polizisten und dessen Frau erstochen. Nun wollen Washington und Paris gemeinsam zurückschlagen.

Brüssel/BerlinNach den jüngsten Anschlägen wollen die USA und Frankreich ihren Kampf gegen IS-Extremisten besser koordinieren. Die Präsidenten beider Länder, Barack Obama und Francois Hollande, vereinbarten in einem Telefonat eine engere Zusammenarbeit der Geheimdienste und Sicherheitsbehörden. Ziel sei die Zerstörung des radikalen Islamischen Staates (IS). Bundesinnenminister Thomas de Maiziere nahm am Mittwoch in Paris an einer Sitzung des französischen Kabinetts teil und betonte die intensive Zusammenarbeit Deutschlands mit Frankreich in der Terrorbekämpfung.

Die belgische Polizei erhielt unterdessen nach Angaben aus Sicherheitskreisen eine Warnung, wonach sich IS-Kämpfer auf den Weg nach Europa gemacht hätten und Anschläge in Belgien und Frankreich planten. Konkrete Ziele wurden nicht genannt. Alle Polizeikräfte in Belgien seien alarmiert, teilten die Behörden mit. Die Sicherheitsstufe im Land werde aber zunächst nicht auf die höchste Stufe angehoben, da noch keine unmittelbare Anschlagsgefahr drohe. Die belgische Zeitung „DH“ berichtete, die Gruppe habe Syrien vor etwa zehn Tagen verlassen, um per Boot ohne Papiere über die Türkei nach Griechenland zu kommen.

In Orlando im US-Bundesstaat Florida waren am Wochenende 49 Menschen in einer Schwulenbar getötet worden. In Frankreich hatte ein Mann vor zwei Tagen einen Polizisten und dessen Frau erstochen. Beide Täter hatten sich zuvor zum IS bekannt.

De Maiziere forderte erneut eine europäische Einreise- und Ausreisedatei. Sowohl bei der Sicherheit als auch der Migration brauche es „starke nationale Maßnahmen“. Aber nur wenn man europäisch agiere, könne es eine wirkliche Lösung des Problems geben. „Kein Nationalstaat kann seine Sicherheit gegen Terrorismus, gegen Cyberangriffe oder gesteuerte Migration alleine zum Erfolg führen“, mahnte der CDU-Politiker.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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