Kampf gegen den Terror

Wie der IS die Flüchtlingskrise für sich nutzt

Die EU diskutiert über ein Mittel gegen Schleuser, und der IS richtet eine Kampfansage an Europa: Die Miliz will wohl glatt rasierte Kämpfer als Migranten getarnt auf Booten in die EU einschleusen – eine bewährte Taktik.
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Nicht nur in Mossul haben die Islamisten die Gwalt übernommen. Auch Libyens Küstenregion kontrolliert die Terrormiliz – mit möglicherweise massiven Folgen. Quelle: ap
IS auf dem Vormarsch

Nicht nur in Mossul haben die Islamisten die Gwalt übernommen. Auch Libyens Küstenregion kontrolliert die Terrormiliz – mit möglicherweise massiven Folgen.

(Foto: ap)

Nach den empfindlichen Niederlagen in Kobane und Tikrit ist der Islamische Staat (IS) wieder auf dem Vormarsch. Am Sonntag nahmen die Gotteskrieger die westirakische Provinzstadt Ramadi ein, für die Zentralregierung in Bagdad das größte Debakel nach dem Verlust von Mosul vor einem Jahr.

In Syrien bedrohen die Gotteskrieger das Weltkulturerbe der antiken Stadt Palmyra, obwohl sie nach heftigen Gefechten mit mehr als 200 Toten zunächst aus der modernen Stadt nebenan vertrieben werden konnten. Doch die Gefahr ist nicht gebannt. Palmyra ist weltberühmt. Hunderttausende westliche Touristen kennen das antike Juwel aus eigener Anschauung – anders als die bereits zerstörten irakischen Stätten Nimrud, Hatra und Ninive, die in den vergangenen 20 Jahren nur eine Handvoll Fachleute besuchen konnten. Insofern hätte eine Zerstörung von Palmyra eine maximale Schockwirkung für Europa und die westliche Welt.

Gleichzeitig entwickelt sich das „Islamische Kalifat“ außerhalb von Syrien und Irak immer mehr zu einem transnationalen Terrorimperium, deren Filialen sich auch am südlichen Mittelmeer festsetzen – in Libyen, Algerien, Tunesien und Ägypten. Von Libyen planen die Terroristen nach einem Bericht der BBC nun offenbar systematische Angriffe auf Europa, indem sie glatt rasierte Kämpfer als Migranten getarnt auf Flüchtlingsboote einschleusen.

„Wir werden Rom erobern“, hatte bereits in Februar einer der schwarz IS-Vermummten auf einem Video deklamiert und seinen Dolch aufs offene Meer gestreckt, bevor seine Komplizen an dem libyschen Strand 20 koptische Christen vor laufender Kamera enthaupteten. Der britische Sender beruft sich mit seiner Warnung auf den libyschen Regierungsberater Abdul Basit Haroun, der gute Kontakte zu einheimischen Bootbesitzern hat. Nach dessen Angaben zwingt Libyens IS die Menschenschmuggler seit Neuestem, 50 Prozent ihrer Einnahmen der Terrormiliz abzuliefern und IS-Kämpfer auf den Schiffen mitzunehmen.

Die Anziehungskraft des Terrors
Waffen in den Himmel
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Die Waffe in der Hand: Auf mehr als 20.000 Personen beziffert das US-Außenministerium die Zahl der Ausländer, die in Syrien und im Irak für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und andere Dschihadisten-Gruppen in den bewaffneten Kampf ziehen.

Jihadi-John
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Der international bekannteste unter ihnen ist wohl dieser Mann: Der als „Jihadi John“ bekannt gewordene Dschihadist soll mehrere westliche Geiseln enthauptet haben. Britische Medien wollen ihn nun als Mohammed Emwazi, einen gebürtigen Kuwaiter, der in London aufwuchs, identifiziert haben.

Mit dem Messer in der Hand
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„Jihadi John“ soll für die Ermordung der US-Journalisten James Foley und Steven Sotloff sowie dreier Entwicklungshelfer aus Großbritannien und den USA verantwortlich sein. Auch in dem Video, das die Enthauptung der japanischen IS-Geiseln Haruna Yukawa und Kenji Goto zeigt, war der vermummte IS-Kämpfer angeblich zu sehen. Die Videos sorgten weltweit für Entsetzen.

Amerikanischer Rebell in Libyen
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Der US-Bürger Matthew Van Dyke mit Kampfbrüdern im libyschen Sirte: Van Dyke steht auf der anderen Seite. Nach seinen kämpferischen Engagements in Libyen und Syrien befindet er sich nun im Norden des Iraks und trainiet christliche Milizen für den Kampf gegen die Terrormiliz IS. Dabei könnte er auch auf deutsche Konvertiten treffen...

Denis Cuspert im Irak
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Der deutsche Dschihadist Denis Cuspert auf einem Twittterbild des IS: Der deutsche Konvertit ist zum Inbegriff der deutschen Dschihadisten geworden, von denen sich im Irak und in Syrien 320 Kämpfer dem IS angeschlossen haben sollen. Cuspert nennt sich nun Abu Talha al-Almani und soll angeblich in die Führungsriege des IS aufgestiegen sein. Dabei führte er lange Zeit ein völlig anderes Leben...

Der frühere Cuspert
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Cuspert 2005 als Rapper „Deso Dogg“ in Berlin: Die USA haben den deutschen Islamisten auf ihre Terroristenliste gesetzt. Der 39-Jährige sei ein aktives Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und werde als „globaler Terrorist“ eingestuft, teilte das US-Außenministerium in Washington mit. Cuspert ist nicht der einzige Deutsche in den Reihen des IS...

Dinslakener Terrorist
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Philipp B., Kampfname: „Abu Usama al Almani“ (26), in einem Propagandavideo: Im August 2014 verübte er in Syrien einen Selbstmordanschlag, bei dem 21 Menschen starben. Er stammt aus Dinslaken-Lohberg. Allein aus dem kleinen Stadtteil am Niederrhein stammen rund 22 deutsche Dschihadisten.

So getarnt könne die europäische Polizei nicht ermitteln, wer von IS sei und wer normaler Flüchtling. „Die Extremisten sitzen oft getrennt von den anderen Flüchtlingen“, erklärte Abdul Basit Haroun. „Sie haben keinerlei Angst vor der Überfahrt – denn sie sind 100 Prozent IS.“ 60.000 Menschen haben nach Schätzungen der Vereinten Nationen in diesem Jahr bereits versucht, über auf dem Seeweg nach Europa zu kommen. 1800 sind dabei ertrunken, die Zahl der Opfer ist damit zwanzig Mal höher als im gleichen Zeitraum 2014.

IS-Piraterie ähnlich der vor der Küste Somalias
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7 Kommentare zu "Kampf gegen den Terror: Wie der IS die Flüchtlingskrise für sich nutzt"

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  • Ich sag´s immer wieder.....nichts wird von der Politik zu Ende gedacht. Jetzt nehmen wir erst mal alle Flüchtlinge auf, damit wir gute Menschen sind und gewählt werden (vor allem auch von den Muslimen in unserem Land! Seit Stoiber weiß nämlich auch der letzte MdB, dass jede Stimme zählt).....
    das da dann ein paar Tausend IS-Terroristen mit in unser Land kommen und wir damit die Mafia und den IS unterstützen??.....was soll´s - das wird unsere Polizei dann schon richten!!

  • Nicht die Muslime sind schuld. Man sollte mit dieser Sache behutsam und entschlossen umgehen. Keine Verallgemeinerungen!

    Die IS ist eine kleine Gruppe die mehreren Ländern ein Dorn im Auge ist. Auch muslimische Länder leiden unter der IS !!!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • @ Holger Narrog: Ich gebe Ihnen völlig Recht!

    Wenn wir nichts unternehmen, sind in Deutschland bald die Muslims in der Mehrheit.

    Wenn wir nichts unternehmen, erleben wir den Einzug einer muslimischen Partei (MDU) in den Bundestag.

    Wenn wir nichts unternehmen, erhalten wir durch diese Partei dann Zustände in Deutschland, die jetzt für viele Muslims der Grund ist "Ihr" Land zu verlassen!

    Wenn wir nichts unternehmen, geht unsere Kultur zu Grunde!

    Wir müssen etwas unternehmen! Bald!

    Es gibt Deutsche und auch Nicht-Deutsche, die gegen die Islamisierung Deutschland sind. Diese Menschen werden von den "Linken" und auch den Gewerkschaften (!!!) auf das Übelste beschimpft und sogar gewalttätig bedroht.

    Was sind das für Menschen, welche die Menschen, die gegen die Islamsierung Deutschlands sind so drangsalieren? Das sind Menschen, die FÜR eine Islamisierung Deutschlands sind! Warum sind diese Menschen in Deutschland und nicht in einem Islamstaat? ? ? ? Genau! Diese Staaten funktionieren nicht! In den islamischen Staaten verhungern die Menschen, werden geköpft oder sterben an einfachsten Infektionen. Ohne unseren Wohlstand, technischen Fortschritt, medizinischen Möglichkeiten (Notfallmedizin, Impfung, OP-Technik, Geburtshilfe, ….) … wären diese Staaten noch immer auf einem vorindustriellen Stand und würden immer noch auf Eseln reiten, was sie zum Teil ja immer noch tun. Wer für eine Islamisierung Deutschlands ist, kann ja gerne dorthin gehen. Hier kann sich jeder frei bewegen, seine meinung äußern, seinen Glauben leben und auch gehen! Das ist dort nicht der Fall!

  • Da haben die "Dienste" endlich mal einige richtige Aufgabe.

  • Ich erachte die "Invasion" Europas durch den IS und dessen Kämpfer als in der Sensationslust übertriebene Mediengeschichte. Es mag sein, dass der IS ein gutgehendes Schutzgeldsystem aufbaut, die Überfahrt der seitens der linken Politiker erwünschten "Flüchtlinge" organisiert, oder ein paar Terroristen einschleust, mehr nicht.

    Langfristig wirkt die demographische Bombe sehr sicher. Aufgrund der Ideologie des Radikalfeminismus bekommt die D Frau durchschnittlich kaum mehr 1 Kind (Durchschnitt inkl. Einwanderung 1,35). Muslimische Einwanderer leben meist in arbeitsteiligen Familien und haben signifikant mehr Kinder. Aktuell haben 40% der Kinder in D einen Migrationshintergrund.

    Rechnerisch werden die Migranten in 30 - 40 Jahren in der aktiven Bevölkerung (<65J) in der Mehrheit sein.

    Dann kann sich die Gesellschaft massiv verändern....Radikalfeminismus, Ökoreligion und vieles mehr wird dann von der neuen Gesellschaft in Frage gestellt. Die linken Schlechtmenschen werden sich umgucken.

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