Kampf gegen den Terror
Wieczorek-Zeul kritisiert US-Politik

Bundesentwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) hat der US-Regierung vorgeworfen, sie habe den Kampf gegen den internationalen Terrorismus erschwert. Die amerikanische Regierung habe mit ihrer Irak-Politik nur "die Verschmelzung von arabischem Nationalismus und islamistischem Terrorismus" erreicht, sagte die SPD-Politikerin dem Handelsblatt.

HB BERLIN. "Der Kampf gegen den internationalen Terrorismus ist durch die Intervention im Irak nicht leichter, sondern schwerer geworden", erklärte sie. Genau der Modernisierungsschritt, der für eine Demokratisierung des Nahen und Mittleren Ostens nötig wäre, werde nicht erreicht. "Im übrigen: In einer großen Leistung hat die internationale Gemeinschaft gerade 8,2 Milliarden Dollar für den Aufbau Afghanistans für die nächsten drei Jahre mobilisiert. Die USA verbrauchen die selbe Summe im Irak innerhalb von zwei Monaten für den Aufenthalt der amerikanischen Soldaten."

Wieczorek-Zeul warnte zudem vor einem Einsatz der Nato im Irak. "Wer der Nato Schaden zufügen will, der soll sie in den Irak schicken. Bei einem Nato-Einsatz unter den gegenwärtigen Bedingungen droht, dass auch sie den Anschein einer Besatzungsmacht hätte", sagte die Ministerin. "Dies wäre absolut unverantwortlich." Zudem forderte sie die US-Regierung auf, "die volle Verantwortung für den politischen Übergangsprozess in die Hände der Uno zu legen".

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