Kampf gegen Drogen ist "eine moralische Frage"
Karsai: Isaf weitere zehn Jahre in Afghanistan

Nach Ansicht von Afghanistans Präsident Karsai wird es noch zehn Jahre dauern, bis die internationalen Schutztruppen das Land verlassen können - weitere zehn, um eine unabhängige Verwaltung zu schaffen.

HB BERLIN. Der afghanische Präsident Hamid Karsai geht davon aus, dass die internationalen Truppen (Isaf) in seinem Land noch gut zehn Jahre bleiben müssen. Diese Zeit brauche Afghanistan, um eine voll funktionsfähige Armee und Polizei aufzubauen, sagte Karsai dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel».

Damit sei dann allerdings noch immer nicht alles Geplante erreicht. Bis es eine unabhängige, professionelle Verwaltung in Afghanistan gebe, werde es womöglich insgesamt 20 Jahre dauern, rechnet Karsai.

Der Präsident erneuerte seine Ankündigung, gegen Drogenanbau und -handel in Afghanistan vorgehen zu wollen. Nach dem Kampf gegen die Sowjets und gegen die Taliban müsse jetzt gegen die Drogen gekämpft werden, sagte er dem Blatt. «Das ist eine moralische Frage.»

Karsai betonte, dass er auch Regierungsmitglieder nicht davon ausnehmen werde. «Drogen zerstören unsere Wirtschaft und bringen uns international in Verruf», sagte der afghanische Präsident. «Wer mit Drogen handelt, kann kein honoriger Mann sein. Er wird verfolgt werden, egal in welcher Position er sich befindet», so Karsai.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%