Kampf gegen Gaddafi
Schiff rettet 800 Menschen aus Misrata

Gaddafis Truppen schneiden die Aufständischen in Misrata vom Nachschub ab. Die Versorgungslage spitzt sich nach Angaben der Rebellen zu. Ein Schiff konnte Hilfe in die Stadt bringen und Flüchtlinge herausholen.
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Genf/Damaskus/kairo Trotz des Belagerungsrings der Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi ist es einer Hilfsorganisation gelungen, fast 900 Menschen aus der umkämpften Stadt herauszubringen. Wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) in Genf mitteilte , verließ die „Red Star One“ am Mittwoch den Hafen von Misrata. An Bord seien rund 800 in Libyen gestrandete Gastarbeiter vor allem aus afrikanischen Ländern, etwa 50 verletzte Bewohner Misratas, einige internationale Ärzte und rund 20 Journalisten. Das Schiff habe Kurs auf Bengasi, die Hochburg der Regimegegner im Osten Libyens, genommen.

Misrata konnte fast eine Woche lang nicht von Schiffen angesteuert werden, weil die Hafeneinfahrt von Gaddafis Truppen beschossen wird. Zudem hatten Regierungstruppen die Hafeneinfahrt vermint. Auch beim Ablegen der „Red Star One“ waren im Hintergrund Schüsse zu hören.

Die Versorgungslage in der 400.000-Einwohner-Stadt hatte sich in den vergangenen Tagen weiter zugespitzt. Wegen des Ausbleibens von Hilfslieferungen seien Lebensmittel und Medikamente knapp, sagte ein Sprecher der Verteidiger der Stadt am Mittwoch. Die „Red Star One“ konnte nun 180 Tonnen Hilfsgüter nach Misrata bringen.

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