Kampf gegen IS
Mehr deutsche Waffen für Kurden

Kurden-Präsident Massud Barsani hat Ursula von der Leyen bei ihrem Besuch um weitere Waffenlieferungen gebeten. Nun kommt die Verteidigungsministerin der Bitte nach. Vor den Waffen soll es aber andere andere Güter geben.
  • 2

MünchenDeutschland liefert den Kurden im Nordirak weitere Waffen, Ausrüstung und Verbandmaterial, um sie im Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu unterstützen. Darunter seien unter anderem 500 Panzerabwehr-Raketen des Typs Milan und 30 Abschussgeräte dafür, erklärte das Verteidigungsministerium am Freitag. Außerdem werde Deutschland den Peschmerga 200 Panzerfäuste mit 2400 Schuss Munition, 4000 ältere Sturmgewehre des Typs G3 mit zwei Millionen Schuss Munition sowie zehn Maschinengewehre und 10.000 Handgranaten schicken.

Vor den Waffen sollen nach Angaben des Ministeriums allerdings andere Ausrüstungsgüter geliefert werden. Darunter sind jeweils zehn gepanzerte Patrouillenfahrzeuge und Sanitäts-Unimogs, Verbandmaterial und je 6000 Satz Mützen, lange Unterwäsche, Kampfstiefel, Handschuhe und Helme.

Kurden-Präsident Massud Barsani hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei ihrem Besuch in Erbil Mitte Januar um weitere Waffenlieferungen gebeten. Seine Generale erklärten, dass die Peschmerga dringend Verbandmaterial und mehr panzerbrechende Waffen wie die Milan brauchten. Sie sollen gegen die gepanzerten Fahrzeuge eingesetzt werden, die der IS von der irakischen Armee erbeutet hatte. Deutschland hatte bereits Ende des vergangenen Jahres Waffen und Material an die Kurden geliefert.

Die Bundesregierung erklärte nun zudem ihre grundsätzliche Bereitschaft, auch die irakische Zentralregierung mit Ausrüstung zu unterstützen. Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte nach einem Gespräch mit dem irakischen Ministerpräsidenten Haider al-Abadi als Beispiele Helme, Nachsichtgeräte und Winteruniformen. Al-Abadi erklärte jedoch, er wünsche sich auch Waffenlieferungen. Diese solle es aber nicht geben, erklärte das Bundesverteidigungsministerium.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Kampf gegen IS: Mehr deutsche Waffen für Kurden"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Aber das Blatt wendet sich. endlich bekommen auch die Kurden akteulle Waffen, die man erfolgreich gegen die Türken einsetzen wird. Aber das alles ist ein Punkt für übermorgen.

  • Nachdem das IS-Problem bereinight ist, dürfte wohl die türkisch, kudische Lösung näher kommen. Zu lange hatten die Kurden keine Chance gegen die Türken, die mit NATO Waffen auf einem sehr hohen Level die netten Kurden am Boden hielten

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%