Kampf gegen Korruption
China überreicht USA Liste mit Verdächtigen

Mehr als 150 ehemalige chinesische Staatsbedienstete werden der Korruption beschuldigt und sollen in die USA geflohen sein. Präsident Xi Jinping will im Kampf gegen die Korruption nun mit den USA zusammenarbeiten.
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PekingChina hat den US-Behörden eine Liste mit den Namen ehemaliger Staatsbediensteter überreicht, die der Korruption beschuldigt werden und in die USA geflohen sein sollen. Die meisten der Verdächtigen hätten entweder für die Regierung oder für Staatsunternehmen gearbeitet, sagte der Chef der Anti-Korruptionsbehörde, Xu Jinhui, der Zeitung „China Daily“ am Mittwoch.

Sobald eindeutige Beweise vorlägen, werde die Beschlagnahme von Vermögen beantragt. Nähere Einzelheiten nannte Xu nicht. Im vergangenen Jahr hatten die chinesischen Behörden von mehr als 150 „Wirtschaftsflüchtlingen“ in den USA gesprochen.

Zwischen China und den USA besteht kein Auslieferungsabkommen. Im August wollen Vertreter beider Länder über die Rückführung chinesischer Staatsbürger sprechen, die mit Milliarden Dollar an Staatsvermögen in die USA geflohen sein sollen. Das Vorgehen ist Teil des von Präsident Xi Jinping ausgerufenen Kampfes gegen die im Land weit verbreitete Korruption.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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