Kampf gegen Piraten
China und Iran schicken Kriegsschiffe

Vor der Küste Somalias versammelt sich eine Armada aus aller Welt. Jetzt wollen auch China und der Iran Kriegsschiffe schicken. Sie sollen die eigenen Handelsschiffe vor Piraten schützen.

HB SHANGHAI/TEHERAN. China beteiligt sich mit drei Kriegsschiffen am internationalen Einsatz gegen Piraten vor der Küste Somalias; der Iran hat bereits ein Kriegsschiff geschickt.

Die beiden chinesischen Schiffe - zwei Zerstörer und ein Versorgungsschiff - sollen am 26. Dezember aus der Hafenstadt Sanya in der südchinesischen Provinz Hainan auslaufen, zitierte die staatliche Agentur Xinhua am Samstag Verteidigungsminister Liu Jianchao. Es ist der erste chinesische Einsatz dieser Art. China hat sein Militär bislang aus internationalen Einsätzen herausgehalten.

Von den chinesischen Schiffen, die den Seeweg vor der Küste Somalias von Januar bis November passierten, seien 20 Prozent von Piraten angegriffen worden, hatte Liu vor wenigen Tagen erklärt. Erst am Mittwoch hatten internationale Marineverbände ein chinesisches Schiff aus der Gewalt von Piraten befreit.

Der iranische staatliche Rundfunk meldete, das entsandte Kriegsschiff des Landes solle sich den Einheiten anderer Länder im Kampf gegen die Piraten anschließen. Es sei am Samstag in dem Seegebiet im Golf von Aden eingetroffen, hieß es. Im November war zum zweiten Mal seit Juli ein iranisches Schiff von Piraten überfallen worden. Das Schiff mit seinen 25 Besatzungsmitgliedern hatte 36 000 Tonnen Weizen an Bord. Im Oktober hatten die Piraten 29 Iraner gegen Lösegeld freigelassen.

Nato-Verbände kämpfen seit Oktober gegen die Seeräuber im Golf von Aden, konnten die Serie von Angriffen bisher aber nicht stoppen. Am Freitag billigte der Bundestag die Beteiligung der Bundeswehr am Kampf der EU-Einsatz "Atalanta" gegen die Piraterie. Deutschland kann dafür bis zu 1 400 Soldaten und eine Fregatte entsenden.

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