Kampf gegen Rebellen: Frankreich verstärkt Truppen in Zentralafrika

Kampf gegen Rebellen
Frankreich verstärkt Truppen in Zentralafrika

Frankreich hat, ebenso wie die multinationale FOMAC-Truppe, seine Militärpräsenz in der Zentralafrikanischen Republik aufgestockt. Die ausländischen Einsatzkräfte unterstützen die Regierung im Kampf gegen die Rebellen.
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Paris/BanguiWie das Verteidigungsministerium in Paris in der Nacht zum Samstag mitteilte, trafen am Freitag 150 französische Soldaten aus Gabun in dem unruhigen Staat Zentralafrikanische Republik ein. Es handele sich um eine „Vorsichtsmaßnahme“ zum „Schutz französischer und europäischer Staatsbürger“, hieß es. Die Fallschirmjägertruppe verstärke die 250 französischen Soldaten, die bereits auf dem Militärstützpunkt M'Poko beim Flughafen der Hauptstadt Bangui stationiert seien.

In der Zentralafrikanischen Republik leben rund 1.200 Franzosen. Der französische Regierungschef Jean-Marc Ayrault hatte am Freitag bekräftigt, dass sich sein Land aus dem Konflikt heraushalten wolle. Die Rebellenallianz Séléka hatte vor zwei Wochen eine bewaffnete Offensive gegen Präsident François Bozizé gestartet und rückten mittlerweile bis auf Bangui vor.

Hunderte regierungstreue Demonstranten hatten am Mittwoch in Bangui die französische Botschaft angegriffen und der einstigen Kolonialmacht Untätigkeit in dem Konflikt vorgeworfen. Präsident Bozizé bat Frankreich und die USA, ihm mit Truppen zu Hilfe zu kommen.

Die Zentralafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECCAS) bemüht sich darum, die die beiden Konfliktparteien zu Verhandlungen über eine Waffenruhe zu bewegen. Die Verhandlungen unter Vermittlung der ECCAS sollen vermutlich in Gabuns Hauptstadt Libreville stattfinden.

Die in Libreville versammelten ECCAS-Außenminister teilten unterdessen mit, dass die 560 Soldaten der multinationalen Truppe für Zentralafrika (FOMAC) in der Zentralafrikanischen Republik um ein zusätzliches Kontingent verstärkt würden. Ziel sei es, Bangui und alle anderen noch nicht von den Rebellen eingenommenen Städte zu schützen.

Séléka hatte am 10. Dezember zu den Waffen gegriffen, um die Umsetzung mehrerer Abkommen zu fordern. Die zwischen 2007 und 2011 mit der Regierung getroffenen Verträge sehen Programme zur Entwaffnung, Demobilisierung und Wiedereingliederung vor.

 

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