Kampf gegen Schiiten-Miliz
Britische Truppen töten 36 Iraker

Im Irak sind am Montag bis zu 36 Menschen bei neuen Kämpfen umgekommen. Die getöteten mutmaßlichen schiitischen Milizionäre sollen Waffen und Sprengstoff aus dem Iran ins Land gebracht haben.

HB BAGDAD. Auslöser der Gefechte zwischen britischen Truppen und schiitischen Milizionären war eine Razzia der Soldaten am frühen Morgen in Amara, 300 Kilometer südöstlich von Bagdad. Mehr als 100 Menschen wurden verletzt.

Die US-Streitkräfte erklärten, die Razzia habe mutmaßlichen Mitgliedern einer Terrorgruppe gegolten. Diese importierten Waffen aus dem Iran, die auch Panzerungen durchdringen könnten. Bei der Razzia seien die Koalitionstruppen angegriffen worden und hätten Unterstützung aus der Luft angefordert.

An den rund zweistündigen Gefechten seien auch Kämpfer der Mahdi-Miliz des schiitischen Predigers Muktada al Sadr beteiligt gewesen, erklärte die irakische Polizei. Zu Kämpfen sei es sowohl in drei Stadtvierteln von Amara als auch 30 Kilometer westlich des Ortes gekommen.

Auch in Nasirija, 120 Kilometer südwestlich von Amara, lieferten sich Sicherheitskräfte und Aufständische Kämpfe. Bei den Gefechten zwischen irakischen Polizisten und Mahdi-Kämpfern wurden nach Polizeiangaben zwei Menschen getötet und mehr als 60 verletzt. Bei den meisten Verletzten handele es sich um Polizisten, hieß es.

In Falludscha westlich von Bagdad detonierte am Montagmorgen eine Autobombe und riss mindestens vier Zivilpersonen in den Tod. Mindestens 13 Menschen wurden bei dem Anschlag auf einen belebten Gemüsemarkt verletzt, wie die Polizei mitteilte.

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