
AthenMehr als 160 deutsche Finanzbeamte stehen nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ bereit, Griechenland beim Aufbau einer modernen Finanzverwaltung zu helfen. Für die Aufbauhelfer seien englische Sprachkenntnisse Voraussetzung, ein Dutzend spreche auch Griechisch, sagte Staatssekretär Hans Bernhard Beus aus dem Bundesfinanzministerium der „Wirtschaftswoche“. Besonders viele Freiwillige kommen dem
Bericht zufolge aus Nordrhein-Westfalen.
„Wir sollten bei der Hilfe für Griechenland auch die Möglichkeit der Reaktivierung deutscher Steuerbeamter im Ruhestand in Erwägung ziehen“, empfahl der hessische Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) in der „Wirtschaftswoche“. So könnten „große praktische Erfahrungen mobilisiert werden“.
Ein vertrauliches Papier der Generaldirektion Steuern der EU-Kommission habe aufgelistet, dass drei Viertel der qualifizierten Selbständigen wie Ärzte, Notare und Ingenieure Einkünfte unterhalb des steuerlichen Existenzminimums erklärten, heißt es in dem Zeitungsbericht weiter. Jährlich würden in Griechenland schätzungsweise 15 bis 20 Milliarden Euro hinterzogen. Es gebe ausstehende Steuerforderungen des griechischen Staates gegenüber den größten Steuerschuldnern in Höhe von 63 Milliarden Euro.
Die griechische Regierung hat am Freitag Banken und anderen privaten Finanzhäusern das offizielle Angebot zum Schuldenschnitt unterbreitet. Das entsprechende zehnseitige Dokument wurde vom Ministerrat gebilligt und am Abend auf einer Internetseite des Athener Finanzministeriums in englischer Sprache veröffentlicht.
Das Programm läuft bis 2042. Die neuen Anleihen sollen bis 2015 einen Zinssatz von 2 Prozent haben. Danach soll der Zinssatz stufenweise steigen - bis 2020 auf 3,0 Prozent, 2021 3,65 und danach 4,3 Prozent. Verzicht und veränderte Konditionen summieren sich nach Berechnungen von Experten auf einen Verlust von mehr als 70 Prozent des Nominalwerts der Anleihen. Das Angebot sieht vor, dass die privaten Gläubiger auch zum Forderungsverzicht gezwungen werden könnten, falls die Beteiligung am freiwilligen Schuldenschnitt zu niedrig ausfallen sollte. Der Schuldenschnitt betrifft ausstehende Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 206 Milliarden Euro. Die griechische Schuldenlast soll durch den Gläubigerverzicht um 107 Milliarden Euro schrumpfen.
fällig am 20. März 2012
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fällig am 15. Mai 2012
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7. Juli 2024
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18. Mai 2027
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14. April 2028
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10. Mai 2034
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17. Juli 2034
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20. September 2037
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20. September 2040
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25. Juil 2057
XS0292467775 25-Jul-57
Besondere Regeln, die etwa Kleinanleger vom Schuldenschnitt ausnehmen könnten, hatte der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos zwar einmal angedeutet. Doch zumindest in den am Freitagabend veröffentlichten Dokumente findet sich nichts zu einer Sonderregelung.
Insgesamt sollen private Gläubiger auf 53,5 Prozent ihrer Forderungen gegenüber Athen verzichten. Für die restlichen 46,5 Prozent erhalten sie neue Wertpapiere. In Form einer 30-jährigen griechischen Anleihe mit EFSF-Absicherung fließen 31,5 Prozent, in Form von EFSF-Papieren mit ein oder zweijähriger Laufzeit weitere 15 Prozent. Zusätzlich gibt es zu der griechischen Anleihe ein Wertpapier, das vom Wirtschaftswachstum Griechenlands abhängt. Für die neuen Anleihen wird englisches Recht gelten. Zu den Tauschangeboten werden Details auf einer Website veröffentlicht werden.
Exakt 31,5 Prozent des ausstehenden Nennwerts der bisherigen Anleihen erhalten Gläubiger in Form des folgenden Papiers:
Anleihe mit Laufzeit bis 2042:
In den Jahren 2013, 2014 und 2015 beläuft sich die Zinszahlung (Koupon) auf: 2,0 Prozent
In den Jahren 2016 bis 2020 einschließlich beläuft sich die Zinszahlung (Koupon) auf: 3,0 Prozent
Im Jahr 2021 beläuft sich die Zinszahlung (Koupon) auf: 3,65 Prozent
Ab dem Jahr 2022 beläuft sich die jährliche Zinszahlung (Koupon) auf: 4,3 Prozent
Die Zinsen werden ab dem 24. Februar 2012 berechnet.
Die neuen Anleihen werden eine Umschuldungsklausel (CAC) enthalten.
Zu der frischen 30-jährigen Anleihe mit EFSF-Absicherung erhalten die Anleger ein getrennt handelbares Wertpapier:
Der Wert dieses Papiers wird von der Entwicklung des Wirtschaftswachstums in Griechenland abhängen. Ab welchem Wachstumswert des Bruttoinlandsprodukts (BIP) diese Papiere greifen, war in der ersten veröffentlichten Übersicht des griechischen Finanzministeriums nicht vermerkt. Mittlerweile liegen die Schwellenwerte vor, ab denen es zusätzliche Zahlungen geben wird.
Eine Auszahlung wird es erstmals für das Jahr 2014 geben, die Überweisung dafür erfolgt am 15. Oktober 2015. Bezugsgröße ist das bis dahin von der europäischen Statistikbehörde Eurostat veröffentlichte BIP für Griechenland. Spätere Revisionen finden keine Berücksichtigung. Die letzte Zahlung kann es im Jahr 2042 für das Jahr 2041 geben.
Die Auszahlung errechnet sich wie folgt:
[(Nominales BIP - nominaler BIP-Referenzwert] - realem BIP-Referenzwert] x 1,5 = Y
Sollte Y den Wert 0,01 überschreiten, gilt Y=0,01
Auszahlung für jeweils 100 Euro Nennwert des Papiers = 100 € x Y
Maximal werden also 1 Euro je 100 Euro Nennwert ausgeschüttet.
Die Wachstumsrate berechnet sich aus dem nominalen BIP im betreffenden Jahr im Vergleich zu nominalen Referenz-BIP-Werten.
Die realen BIP-Referenzwerte sind folgende:
2014 - 2,345 %
2015 - 2,896 %
2016 - 2,845 %
2017 - 2,797 %
2018 - 2,597 %
2019 - 2,497 %
2020 - 2,247 %
2021-2041 - 2 %
Die nominalen BIP-Referenzwerte lauten (in Mrd. €)
2014 - 210,1
2015 - 217,9
2016 - 226,4
2017 - 235,7
2018 - 245,5
2019 - 255,9
2020-2041 - 266,5
Aus den nominalen und realen BIP-Referenzwerten für 2014 leitet sich folgendes Beispiel ab: Das nominale BIP im Jahr 2014 muss mindestens 215,03 Milliarden Euro betragen, damit es eine Zahlung auf die Papiere gibt. Ab einem nominalen BIP-Wert von 217,13 Milliarden Euro im Jahr 2014 gibt es für dieses Jahr die maximale Zahlung von einem Euro pro 100 Euro Nennwert.
Zur Erinnerung: Das nominale BIP Griechenlands hat im Jahr 2010 laut den jüngsten Zahlen von Eurostat 230 Milliarden Euro betragen, ist im vergangenen Jahr aber deutlich geschrumpft. Bei einem angenommenen Minus von sieben Prozent hat das nominale BIP 2011 etwa 214 Milliarden Euro betragen. Die Stagnation des BIP-Referenzwerts ab 2020 lässt Auszahlung in den Jahren danach wahrscheinlicher werden.
Die Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Gläubiger mit Sitz in den USA erhalten 15 Prozent des ausstehenden Nennwerts ihrer Anleihen in bar ausgezahlt. Alle anderen Gläubiger erhalten diese 15 Prozent in Form eines EFSF-Wertpapiers:
EFSF Note:
Es wird zwei Varianten dieser „Notes“ geben, beide mit einem Gesamtvolumen von bis zu 15 Milliarden Euro.
Die Laufzeit endet am 12. März 2013 beziehungsweise am 12. März 2014.
Der Zinssatz auf diese Papiere steht noch nicht fest.
Der Internationale Bankenverband IIF rechnet mit einer hohen Beteiligung der privaten Investoren an dem freiwilligen Forderungsverzicht zugunsten Griechenlands. Allerdings wollte sich Geschäftsführer Charles Dallara am Freitag in Mexico City am Rande der G20-Finanzministerkonferenz nicht auf eine konkrete Quote festlegen. „Ich könnte eine Zahl nennen, möchte das aber nicht“, sagte er.
Stimmen weniger als 75 Prozent dem Umtauschangebot zu, wird die griechische Regierung den Schuldenschnitt zwangsweise durchführen. Bei einer Beteiligungsquote von 75 bis 90 Prozent hält sich die Regierung die Option zumindest offen. Machen mehr als 90 Prozent mit, kommt der Rest ungeschoren davon.
@deltaone
Kenne weder die anonymen Benutzer oder "deltaone" oder die innere Organisation im Handelblatt Online.Jedoch in folgender Sache bin ich tatsächlich sicher: Schief ging so noch für sieben Jahre.Jedoch das ist schräg. Der öffentliche Nasenring wird gesucht. Und anschließend trinkt sie hier zusammen Kaffee. Beweist ER nicht beweise ich. Aber dieses Mal genauso link.
Erinnern Sie sich in der nächsten Woche an das das ich gesagt hatte; Hayek, Adler.
Ich wünsche der Community viel Erfolg für die Zukunft
Die Interessen der EU-Politiker und des IWF sind klar. Man will, dass die beiden „alten“ Parteien wieder gewählt werden, denn nur diese haben das Troika-Papier unterschrieben. (Die anderen Parteien sind meist sozialistisch und wollen aus dem Euro austreten. Das geht natürlich gar nicht, denn dann kann man die Banken ja nicht mehr mit Steuerzahlergeld sanieren.) Deshalb spricht man inzwischen sogar vom 3.Hilfspaket. Das soll dem griechischen Wähler signalisieren, dass es wahrhaftige Hilfe nur dann gibt, wenn die "richtigen" Parteien gewählt werden. Nach der Wahl wird das sicher wieder beerdigt.
...und in Deutschland steht ein neuer Kapp-Putsch an...
Die Griechen habn doch keinen Sprit mehr und zweitens faehrt die bestimmende Mafia Mercedes.../BMW/Audi Q 7.
Wreden Sie Regierungsberater bei Schaeuble....
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