Kampf gegen Steuerhinterziehung: Spanien rechnet mit Zusatzeinnahmen in Milliardenhöhe

Kampf gegen Steuerhinterziehung
Spanien rechnet mit Zusatzeinnahmen in Milliardenhöhe

Die Regierung in Madrid stellte ein zweites Maßnahmenpaket zur Staatssanierung vor. Ein nicht unerheblicher Teil des Plans: Mit dem Kampf gegen Steuerhinterziehung will Spanien mehrere Milliarden Euro eintreiben.
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MadridDie neue spanische Regierung will mit einem Plan gegen Steuerhinterziehung in diesem Jahr mehr als acht Milliarden Euro eintreiben. Bei der Vorstellung eines zweiten Maßnahmenpakets zur Sanierung des Staatshaushalts sagte Vize-Regierungschefin Soraya Sáenz de Santamaría am Donnerstag, sie rechne dadurch mit zusätzlichen Einnahmen von 8,171 Milliarden Euro. Die konservative Regierung unter Ministerpräsident Mariano Rajoy will im laufenden Jahr das Haushaltsdefizit auf 4,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) reduzieren.

Der neue spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos veranschlagte den Finanzbedarf der Banken zum Ausgleich für faule Kredite unterdessen auf 50 Milliarden Euro. Die Kalkulation des Wirtschaftsministers fiel damit doppelt so hoch aus als die bisher kursierenden Schätzungen. Allerdings sagte der Minister, die Kreditinstitute könnten die meisten abzuschreibenden Kredite aus eigenen Gewinnen finanzieren.

Die Regierung Rajoy wurde kurz vor Weihnachten vereidigt. Sie rechnet damit, dass das Staatsdefizit für das abgelaufene Jahr die eingeplanten sechs Prozent des BIP deutlich übersteigt und am Ende bei rund acht Prozent liegen könnte. In der vergangenen Woche wurde ein erstes Sparpaket vorgelegt. Es sieht Ausgabenkürzungen von 8,9 Milliarden Euro und Steuererhöhungen im Umfang von 6,3 Milliarden Euro vor.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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