Kampf gegen Taliban
Selbstmordanschlag in Afghanistan – drei tote Soldaten

Der Kampf gegen die Taliban fordert weitere Opfer: Bei einem Selbstmordanschlag in der südafghanischen Unruheprovinz Helmand sind drei britische Soldaten der Internationalen Schutztruppe Isaf ums Leben gekommen.

HB KABUL/LONDON. Wie das Verteidigungsministerium in London mitteilte, wurde ein weiterer Soldat bei dem Anschlag verletzt. Den Angaben zufolge waren die Männer zum Zeitpunkt des Anschlags am Sonntag auf Patrouille in der Nähe ihres Stützpunktes. Die Nato-geführte Isaf bestätigte am Montag den Tod von drei Soldaten. Seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes im Jahr 2001 wurden damit bisher 100 britische Soldaten getötet.

Unterdessen haben US-geführte Koalitionstruppen ebenfalls in der Provinz Helmand nach eigenen Angaben "zahlreiche" Kämpfer der radikalislamischen Taliban getötet. In einer am Montag verbreiteten Mitteilung heißt es, die Soldaten seien am Tag zuvor bei der Suche nach einem ranghohen Taliban-Kommandeur im Grenzgebiet zu Pakistan von Aufständischen angegriffen worden und hätten das Feuer erwidert. Über Opfer auf der Seite der Sicherheitskräfte wurde nichts bekannt. Helmand gilt als Hochburg der Extremisten.

Der britische Premierminister Gordon Brown zeigte sich tief betroffen und würdigte zugleich den Einsatz der Soldaten seines Landes in Afghanistan. Sie hätten den höchsten Preis bezahlt, aber zugleich etwas von bleibendem Wert geschaffen, indem sie geholfen hätten, in einer gesetzlosen Region, in der Terroristen Unterschlupf fänden, eine Demokratie aufzubauen, sagte Brown. Großbritannien hat rund 7300 Soldaten im Süden Afghanistans stationiert.

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