Kampf gegen Taliban
Viele Tote bei mutmaßlichem US-Angriff in Pakistan

Bei einem mutmaßlichen US-Raketenangriff in den unruhigen Stammesgebieten im Nordwesten Pakistans sind ein Taliban-Kommandeur und mindestens 19 weitere Menschen getötet worden.

HB ISLAMABAD. Drei Menschen seien verletzt worden, sagte ein Sicherheitsbeamter, der anonym bleiben wollte, am Montag. Eine Rakete, vermutlich von einer Drohne abgefeuert, habe in der Nacht zuvor das Haus von Taliban-Kommandeur Mohammad Omar in Süd-Waziristan nahe der afghanischen Grenze getroffen und zerstört. Acht der Toten seien „ausländische Kämpfer“. Damit beschreiben pakistanische Behörden arabische oder zentralasiatische Aufständische mit Verbindungen zum Terrornetz El Kaida.

Die Region ist eine Hochburg des pakistanischen Taliban-Chefs Baitullah Mehsud. Kurz vor dem Angriff waren Mehsuds Anhänger von der Beerdigung seines erschossenen Bruders Yahya Mehsud zurückgekehrt. Mehsuds Taliban-Bewegung Pakistans (TTP) werden zahlreiche Anschläge und Angriffe in Pakistan wie in Afghanistan nachgesagt. Die zunehmenden US-Angriffe auf Ziel in Pakistan haben zu Spannungen in den Beziehungen zwischen Washington und Islamabad geführt. Die Region an der Grenze zu Afghanistan gilt als Rückzugsraum für Taliban- Kämpfer und El-Kaida-Terroristen, die im Nachbarland Anschläge gegen die internationalen Truppen verüben.

Ein Selbstmordattentäter riss am Montag in den Stammesgebieten elf Menschen mit in den Tod. Bei den Opfern handele es sich um zehn Angehörige der Sicherheitskräfte und einen Ingenieur, der zum Zeitpunkt des Angriffs an einer Kontrollstelle gewesen sei, hieß es aus Geheimdienstkreisen. Der Attentäter habe sein mit Sprengstoff beladenes Auto in eine Straßensperre gesteuert.

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