Kampf gegen Tamilen-Rebellen
Sri Lanka verhängt Waffenpause

Nach internationalen Protesten hat Sir Lankas Präsident Mahinda Rajapakse eine kurze Waffenruhe im Kampf gegen die Tamilen-Rebellen angeordnet. Hintergrund ist das tamilische Neujahrsfest. Die Uno geht unterdessen Hinweisen auf Kriegsverbrechen auf beiden Seiten nach.

HB COLOMBO. Präsident Mahinda Rajapakse wies die Truppen am Sonntag an, für 48 Stunden die Waffen ruhen zu lassen, damit die Zivilisten in der Kampfzone das tamilische Neujahrsfest feiern könnten, wie sein Büro mitteilte. Wie die staatliche Zeitung "Sunday Observer" berichtete, wollte Armeechef Sarath Fonseka einer Feuerpause nur zustimmen, wenn in dieser Zeit Zivilisten in Sicherheit gebracht werden könnten.

Die Regierungstruppen haben die Separatisten auf ein Gebiet von 17 Quadratkilometern zurückgedrängt. Die Vereinten Nationen gehen Hinweisen nach, die auf Kriegsverbrechen sowohl von Regierungstruppen als auch von Tamilen-Rebellen hindeuten. Die Regierung soll wiederholt Gebiete im Nordosten beschossen haben, die als Schutzzonen für Zivilisten ausgewiesen waren. Umgekehrt sollen Rebellen die Bevölkerung als menschliche Schutzschilde missbraucht und Menschen bei Fluchtversuchen erschossen haben.

Die Regierung kämpft im Norden des Inselstaates gegen die LTTE, die seit mehr als drei Jahrzehnten einen eigenen Staat für die tamilische Minderheit fordert. Die Vereinten Nationen fürchten bei einer Entscheidungsschlacht viele Todesopfer unter den Zivilisten in der Region. Bei dem Kampf der Rebellen für einen eigenen Tamilen-Staat sind seit 1983 mindestens 70 000 Menschen ums Leben gekommen.

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