Kampf um Aleppo
Russland warnt USA vor Angriffen auf syrisches Militär

In Aleppo setzen Assads Soldaten ihre Offensive gegen Rebellenviertel fort. Erneut sind Bomben auf eine Klinik gefallen. Ein US-Vorgehen gegen das syrische Militär würde schlimme Folgen haben, warnt der Kreml.

AmmanRussland hat die USA vor Angriffen auf das syrische Militär in dem Bürgerkriegsland gewarnt. Jedwede Attacke werde Auswirkungen auf die gesamte Region haben, zitierten russische Nachrichtenagenturen am Samstag die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa. Sie sagte, ein Regierungswechsel in Syrien würde ein Vakuum erzeugen, das „Terroristen jeglicher Couleur“ sofort füllen würden. Unterdessen nahmen syrische Regierungstruppen einen Hügel am Rande der Stadt Aleppo ein.

Die Spannungen zwischen den USA und Russland wegen des Bürgerkriegs in Syrien haben sich drastisch verschärft seit dem Ende der Waffenruhe, die beide Länder gemeinsam ausgehandelt hatten. Washington und Moskau geben sich dafür gegenseitig die Schuld.

Kampfflugzeuge der US-geführten Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat hatten kürzlich einen Militärstützpunkt der syrischen Armee in von dem IS gehaltenen Gebiet beschossen. Auch das hatte die Spannungen erhöht, obwohl die USA von einem Versehen sprachen.

Syrische Regierungstruppen haben mit Hilfe russischer Kampfflugzeuge eine Offensive gegen von Rebellen gehaltene Teile der nordsyrischen Stadt Aleppo gestartet. Am Samstag setzten sie diese fort. Wie das Staatsfernsehen meldete, nahmen sie den strategisch gelegenen Hügel Um al-Schukif ein. Dieser liegt am nördlichen Stadtrand von Aleppo.

Unterdessen meldete die mächtige ultrakonservative militante Gruppe Ahrar al-Scham, Rebellen hätten am Samstag die Kontrolle über mehrere Stellungen zurückgewonnen, die sie zuvor im Viertel Bustan al-Bascha von Aleppo verloren hätten.

Die Aktivistengruppen Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und die Örtlichen Koordinationskomitees berichteten, Luftangriffe in Aleppo hätten eine Klinik im von Rebellen gehaltenen Stadtviertel Sachur im Osten der Stadt getroffen, wodurch der Betrieb dort eingestellt worden sei. Eine Person sei ums Leben gekommen. Die Klinik im Nordosten der Stadt sei von mindestens zwei Fassbomben getroffen worden, erklärte ein Mediziner am Samstag. Aktivisten berichteten von weiteren Angriffen. Die Rettungshelfer der Weißhelme meldeten, das Krankenhaus sei nun völlig außer Betrieb. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, bei den Angriffen auf das Viertel der Klinik sei ein Zivilist getötet worden. Mehrere Menschen wurden demnach verletzt. Frankreich verurteilte den Angriff als Kriegsverbrechen.

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