Kampf um Arbeitsplätze
Palästinenser stürmen Sitz des Gaza-Gouverneurs

Bewaffnete Palästinenser haben den Gouverneurssitz und zwei weitere Regierungsgebäude in Beit Lahija im nördlichen Gazastreifen gestürmt. Sie wollen auf diesem Weg Arbeitsplätze erhalten. Die Vorgehensweise greift im Gazastreifen mittlerweile um sich.

HB GAZA-STADT. Augenzeugenberichten zufolge drangen bis zu 30 Mitglieder der radikalen Al-Aksa-Märtyrerbrigaden in das Gouverneursbüro ein und bezogen auf dem Dach und an den Fenstern Stellung. Auch das Bildungsministerium und ein Religionsgericht wurden besetzt.

Palästinensische Sicherheitskräfte umstellten den Gouverneurssitz. Politiker der Fatah-Partei bemühten sich um Vermittlung. Die Erstürmung des Gouverneursbüros war der jüngste Hinweis auf die zunehmende Gesetzlosigkeit im Gazastreifen. Immer wieder versuchen dort militante Gruppen, mit Gewalt Arbeitsplätze oder die Eingliederung in die offiziellen Sicherheitskräfte zu erzwingen.

Zwei Büros der Al-Aksa-Brigaden sowie eine Brücke im Norden des Gazastreifens wurden am frühen Morgen von der israelischen Luftwaffe mit Raketen beschossen und schwer beschädigt. Die Streitkräfte erklärten, in den Büros seien Angriffe auf Israel geplant und vorbereitet worden; über die Brücke seien Kassam-Raketen zu den Abschussrampen transportiert worden.

Seit dem Abzug der israelischen Streitkräfte aus dem Gazastreifen feuern militante Palästinenser verstärkt Raketen auf Israel ab. Die Regierung in Jerusalem plant deshalb eine Sperrzone im nördlichen Gazastreifen, die von Palästinensern nicht betreten werden darf. Auf jeden, der sich dort unerlaubt aufhält, soll geschossen werden. Die Streitkräfte erklärten am Dienstag, mit einem In-Kraft-Treten der neuen Regelung sei frühestens in der Nacht zum Mittwoch zu rechnen.

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