Kampf um die Wasserversorgung
Armee in Sri Lanka nimmt erneut Rebellen-Ziele unter Beschuss

Im Osten Sri Lankas hat die Luftwaffe am Samstag den vierten Tag in Folge Ziele der Tamilen-Rebellen angegriffen.

HB COLOMBO. Es handele sich um einen Einsatz, mit dem der Zugang zu einer Schleuse wieder hergestellt werden solle, den die Rebellen blockierten, teilte die Armee mit. Details nannte sie nicht. Die Rebellen bestätigten die Angriffe. Es gebe einen Kampf um die Wasserversorgung, sagte ein Sprecher. Opfer habe es allerdings nicht gegeben, da viele Menschen das Gebiet bereits verlassen hätten. Ein Reuters-Fotograf im östlichen Bezirk Trincomalee berichtete von Flugzeugen, die über das Gebiet hinweggeflogen seien und von Explosionen.

Die Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und der Rebellengruppe Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) haben in dem asiatischen Inselstaat zuletzt wieder deutlich zugenommen. Trotz eines Waffenstillstandes sind allein in diesem Jahr rund 800 Menschen bei Gefechten und Anschlägen ums Leben gekommen. Eine Gruppe von fünf nordischen Ländern überwachte bislang die fragile Waffenruhe. Allerdings kündigten Finnland und Dänemark nun an, ihre Beobachter aus Sicherheitsgründen abzuziehen. Hintergrund für den Rückzug war die Erklärung der Europäischen Union (EU) Ende Mai, die Rebellen der LTTE künftig als Terroristen einzustufen. Die Befreiungstiger hatten daraufhin EU-Vertreter in der Beobachtergruppe aufgefordert, das Land zu verlassen. Schweden hat über das weitere Vorgehen noch keine Entscheidung gefällt.

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