Kampf um Kobane
„Gebt uns Gewehre, wir wollen kämpfen!“

Peschmerga-Kämpfer sollen im Krieg gegen die IS-Übermacht um Kobane endlich die Wende bringen. Im türkischen Diyarbakir an der Grenze blicken Menschen mit großer Sorge auf die belagerte Stadt. Wir haben sie besucht.
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DiyarbakirAn der Hal Caddesi, der Marktstraße, sind die Kampfpanzer aufgefahren, frisch lackiert für die Militärparade am Nachmittag. Gepanzerte Fahrzeuge der Polizei und Wasserwerfer stehen in Bereitschaft. Hoch über der Stadt kreist ein Hubschrauber der Jandarma, der paramilitärischen Gendarmerie. Es ist der 29. Oktober, der türkische Nationalfeiertag.

Man gedenkt des 91. Geburtstags der Republik. Aber hier in der Kurdenmetropole Diyarbakir sind die Menschen mit ihren Gedanken woanders. Ibrahim, der Taxifahrer, dreht immer wieder am Knopf seines Autoradios. Er wartet auf Nachrichten aus Kobane, der Kurdenstadt im Süden, jenseits der syrischen Grenze, und auf Neuigkeiten von den Peschmerga-Kämpfern, den Kurdenmilizen, die aus dem Nordirak unterwegs sind, um bei der Verteidigung Kobanes zu helfen. Heute ist der 44. Tag der Belagerung Kobanes durch die Terrormiliz des Islamischen Staats (IS). Ist es vielleicht der Tag, der die Wende bringt? Ibrahim bleibt skeptisch: „Was können die Peschmerga überhaupt ausrichten?“

Am frühen Mittwochmorgen, kurz vor sechs, überquerte der Konvoi die irakisch-türkische Grenze beim Fluss Habur: 38 Fahrzeuge mit 70 Soldaten und schweren Waffen – Raketenwerfer, Maschinengewehre, Artilleriegeschütze. 16 Stunden Fahrt hatte die aus dem nordirakischen Erbil kommende Fahrzeugkolonne bereits hinter sich.

Hunderte jubelnde irakische Kurden verabschiedeten ihre Kämpfer an der Grenze. Auf der anderen Seite des Schlagbaums warteten türkische Kurden zur Begrüßung. Eskortiert von türkischen Militärfahrzeugen ging es von dort über Cizre, Nusaybin und Sanliurfa nach Mürsitpinar an der Grenze zu Syrien. Hier stieß eine zweite Gruppe von 80 Peschmerga-Soldaten zu dem Konvoi. Sie waren in einer Sondermaschine der Türk Hava Yollari aus Erbil nach Sanliurfa geflogen und von dort im Morgengrauen in vier Bussen zur Grenze gebracht worden.

Von Mürsitpinar sind es nur wenige hundert Meter bis zu den ersten Häusern am nördlichen Stadtrand des belagerten Kobane.

Während sich die Peschmerga zur Fahrt über die Grenze vorbereiteten, flogen Kampfjets der von den USA geführten Koalition Patrouille über dem Grenzkorridor, dem einzigen Zugang, den es noch in die von drei Seiten vom IS eingekesselte Stadt gibt. In der Nacht hatten die Dschihadisten eine neue Offensive im Osten der Stadt gestartet.

Sie wurden aber von den kurdischen Verteidigern zurückgeschlagen. Mit der Ankunft der Peschmerga-Kämpfer bekommen die Verteidiger von Kobane nicht nur Nachschub für ihre fast erschöpften Munitionsdepots sondern endlich auch jene schweren Waffen, die im Kampf gegen die Übermacht des IS die Wende bringen sollen.

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„Kobanes Ende wäre das Ende der Türkei“

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  • Vielleicht gibt es ein Programm vom Arbeitsamt...

  • Handelsblatt, ich meine, dass es mittlerweile höchste Zeit ist, den Leserinnen und Lesern mitzuteiledn, woher deren Waffen eigentlich stammen. Ich vemute mal, dass es in der Überzahl Waffen noch aus dem Westen sind, so z.B. Waffen für die Kämpfer gegen Assat, mit denen meines Wissens die Amerikaner diese Leute unsprünglich mit Geld und Waffen und mit Rat und Tat vollgepumpt hatten. Da zur Zeit die amerikanischen Waffen-Produzenten in Jubel-Stimmung sind, würde es mich nicht einmal wundern, wenn auch jetzt noch auf krummen Wegen die Waffenströme fließen - bitte tun Sie etwas zur Aufklärung der Waffen-Situation, das wäre bitter notwendig..! Für mich sind etliche Sachverhalte nicht mehr nachvollziehbar..!

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