Kampf um Kobane
Mehr als 30 Tote bei Kurden-Demos in der Türkei

Weil die türkische Armee nicht in die Kämpfe um Kobane eingreift, haben landesweit Kurden demonstriert. Dabei kam es auch zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei. Die Zahl der Toten ist auf über 30 gestiegen.
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Ankara Seit Beginn der prokurdischen Demonstrationen in zahlreichen türkischen Städten am Montag sind nach Regierungsangaben mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 360 weitere seien bei den gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei verletzt worden, erklärte Innenminister Efkan Ala am Freitag.

Die Demonstranten werfen der Regierung in Ankara Untätigkeit angesichts der Kämpfe um die syrische Kurdenstadt Kobane durch die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) vor.

Unter US-Führung fliegt eine internationale Koalition seit Ende September Luftangriffe auf den IS in Syrien. Um Kobane gibt es am Boden heftige Gefechte zwischen kurdischen und dschihadistischen Kämpfern.

Es gelang dort bislang nicht, den IS entscheidend zu schwächen. Das türkische Parlament billigte zwar jüngst einen möglichen Einsatz der Armee, die Regierung startete jedoch bisher keine militärische Intervention.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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