Kampf um Nachfolge Arafats
Barghuti verzichtet auf Präsidentschaftskandidatur

Unter den Palästinensern ist der Intifada-Führer Barghuti populär wie kein anderer. Auf Druck seiner Fatah-Bewegung verzichtete er aber auf die Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl.

HB BERLIN. Der in Israel inhaftierte populäre palästinensische Politiker Marwan Barghuti hat offenbar seinen Verzicht auf eine Kandidatur bei der palästinensischen Präsidentschaftswahl erklärt. Das berichtete der palästinensische Kabinettsminister Kadura Fares am Freitagabend, der Barghuti zuvor in dessen Zelle besucht hatte, um ihn zum Verzicht zu bewegen. Laut Fares wird Barghuti Mahmud Abbas, den offiziellen Kandidaten der Fatah-Organisation, bei der Wahl am 9. Januar unterstützen.

Die Fatah-Bewegung der auch Barghuti angehört, hatte eine Spaltung im Falle einer Kandidatur Barghutis befürchtet. Der Führer der zweiten Intifada genießt unter der Bevölkerung und den jüngeren Fatah-Mitgliedern große Popularität. Die Fatah hatte aber Übergangs-PLO-Chef Abbas als Kandidaten nominiert, der als gemäßigter gilt und unter anderen von den USA gestützt wird.

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