Kampf um Ölregion
Uno verurteilt Gewalt in Sudan

Heftige Kämpfe erschüttern seit Wochen die südsudanische Region um Abyei. Jetzt schreiten die Vereinten Nationen ein.
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Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die zunehmende Gewalt um die ölreiche Grenzregion zwischen dem Norden und dem in Kürze unabhängigen Süden des Sudans scharf verurteilt. Auch die Mitglieder des Uno-Sicherheitsrates, die derzeit in Afrika unterwegs sind, äußerten sich zutiefst beunruhigt über „die rasch schlimmer werdende Lage in Abyei“.

In unabhängigen Erklärungen riefen der Uno-Chef und das höchste Gremium der Vereinten Nationen den Norden des Sudans auf, seinen militärischen Einsatz unverzüglich abzubrechen und sich aus Abyei und Umgebung zurückzuziehen.

Die nordsudanesische Armee SAF hat nach eigenen Angaben die Kontrolle über die Stadt Abyei in der umstrittenen Grenzregion zum Südsudan übernommen. Sechs Jahre nach dem Friedensabkommen zwischen Nord und Süd rollten Panzer des Nordens in Abyei ein. Uno-Mitarbeiter in Abyei bestätigten, dass die Truppen aus Khartum nach Angriffen mit schwerer Artillerie die Kontrolle über Abyei hätten.

Sowohl der Norden als auch der Süden erheben Anspruch auf die Ölquellen von Abyei. Nach dem Volksentscheid vom Januar wird der Südsudan am 9. Juli ein unabhängiger Staat. Mit seiner Loslösung verliert der Sudan, bisher das größte Land Afrikas, nicht nur einen großen Teil seines bisherigen Staatsgebietes, sondern auch zwei Drittel der Ölquellen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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