Kampf um Subventionen
Fischer legen spanische Häfen lahm

Protestierende Fischer haben in Spanien ihre Blockadeaktionen gegen die wichtigsten Häfen des Landes ausgeweitet. Tausende Passagiere sitzen fest, weil Fähren und Kreuzfahrtschiffe nicht auslaufen konnten.

HB BARCELONA. Von den Blockaden waren am Mittwoch die großen Häfen an der spanischen Mittelmeerküste betroffen. In Barcelona, Valencia, Alicante, Almería und Málaga kam die Schifffahrt nach Angaben der Behörden praktisch zum Erliegen.

Den Protesten schlossen sich auch die Fischer im Baskenland an. Sie versperrten mit ihren Kuttern die Hafeneinfahrten von Bilbao und Pasajes. An der Mittelmeerküste brach der Fährverkehr zwischen den Festlandshäfen und den Balearischen Inseln Mallorca, Menorca und Ibiza zusammen. Mehrere Kreuzfahrtschiffe liefen an Stelle von Barcelona den von den Protesten nicht betroffenen Hafen von Palma de Mallorca an.

Die Reeder forderten die spanische Regierung auf, für ein Ende der Blockade zu sorgen. Die Regierung wies ihrerseits die Fischer darauf hin, dass ihnen bei einer Fortsetzung der Proteste hohe Strafen drohen. In Alicante verhinderten „Streikposten“ der Fischer gewaltsam Fischlieferungen, die für den Großmarkt bestimmt waren.

Die Fischer wollen mit den Blockaden durchsetzen, dass Madrid ihnen Hilfen als Ausgleich für die hohen Treibstoffpreise gewährt. Ein erstes Angebot der Regierung lehnten sie als unzureichend ab. Fischereiministerin Elena Espinosa erklärte, Madrid habe kaum Spielraum für weitere Zugeständnisse.

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