Kampf zwischen islamischen Extremisten und Regierung
15 Menschen in Algerien bei Bombenanschlag getötet

Kurz vor dem Besuch des algerischen Präsidenten sind bei einem Bombenanschlag in der Stadt Batna am Donnerstag mehrere Menschen getötet worden.

rtr ALGIERS. Ein Selbstmordattentäter habe sich in der Nähe einer Moschee in die Luft gesprengt und 15 Personen mit in den Tod gerissen, berichtete das Staatsfernsehen. Etwa 74 Menschen seien verletzt worden.

Viele der Opfer befanden sich Augenzeugen zufolge in einer Menschenmenge, die die Ankunft von Präsident Abdelaziz Bouteflika erwartete. Bouteflika erklärte bei einem Besuch der Verletzten im Krankenhaus, islamistische Rebellen seien für den Anschlag verantwortlich. „Diese Kriminellen arbeiten für die Interessen des ausländischen Kapitals und ausländischer Anführer“, sagte er der algerischen Nachrichtenagentur ASP. Terroristische Anschläge seien mit den Werten des Islams nicht vereinbar. Er werde seine Politik der Versöhnung niemals aufgeben.

In den vergangenen 15 Jahren sind im Kampf zwischen islamischen Extremisten und der Regierung in Algerien rund 200.000 Menschen ums Leben gekommen. Hintergrund des Konflikts war der Putsch 1992, bei dem das Militär wegen des absehbaren Siegs der islamistischen Partei FIS die Parlamentswahl abbrach.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%