Kampf zwischen Islamisten und Regierung
Bereits 91 000 neue Flüchtlinge in Somalia

Seit dem Beginn der schweren Kämpfe zwischen somalischen Regierungstruppen und radikalislamischen Milizen vor vier Wochen sind nach Uno-Angaben 91 000 Menschen auf der Flucht vor der Gewalt.

HB NAIROBI/MOGADISCHU. Eine Sprecherin des Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR berichtete am Donnerstag in Nairobi, die Flüchtlinge stammten nicht nur aus der Hauptstadt Mogadischu, sondern auch aus den von den neuen Kämpfen betroffenen Regionen in Zentralsomalia. Nach somalischen Medienberichten wurden allein in den vergangenen vier Tagen 52 Menschen getötet und mehr als 130 verletzt. Auch ein Konvoi der Friedenstruppen der Afrikanischen Union (AU) in Mogadischu wurde am Mittwoch von den radikalislamischen Kämpfern angegriffen.

Informationsminister Farhad Ali Mohamed kündigte an, die Regierung werde die Auseinandersetzungen mit den radikalen Gruppen "innerhalb der nächsten 100 Tage" zu Ende bringen. Tatsächlich hat die Regierung des gemäßigten Islamistenführers und somalischen Präsidenten Sheikh Sharif Ahmed über weite Teile des Landes keine Kontrolle. Die al- Shabab-Miliz, die von den USA als eine Terrororganisation eingestuft wird, und ihre Verbündeten streben den Sturz der Regierung an, der sie Verrat an den Westen vorwerfen. Somalia hat seit 1991 keine funktionierende Regierung und ist von Gewalt und Bürgerkrieg geprägt.

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