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Kampfeinheiten: US-Armee will Frauen an vorderste Front schicken

Jedes sechstes Mitglied der US-Streitkräfte ist weiblich. Doch an Kampfeinsätzen dürfen sich die Soldatinnen bisher nicht beteiligen. Das will Verteidigungsminister Leon Panetta jetzt offenbar ändern.

Für Frauen in den US-Streitkräften soll es bald mehr Einsatzgebiete geben. (Foto:The Charlotte Observer, Davie Hinshaw/AP/dapd) Quelle: dapd
Für Frauen in den US-Streitkräften soll es bald mehr Einsatzgebiete geben. (Foto:The Charlotte Observer, Davie Hinshaw/AP/dapd) Quelle: dapd

WashingtonDas US-Militär will seine Kampfeinheiten nach Medienberichten noch weiter für Frauen öffnen. Ein genereller Ausschluss von Soldatinnen vom direkten Kampfgeschehen an vorderster Front könnte aufgehoben werden, berichtete der TV-Sender CNN am Mittwoch unter Berufung auf Regierungsbeamte. Verteidigungsminister Leon Panetta wolle seine Vorschläge für neue Regeln am Donnerstag vorstellen, hieß es weiter.

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Mit der Neuregelung öffnen sich für amerikanische Soldatinnen Tausende neue Stellen im Militär. Die bisherigen Vorschriften dienten dazu, Frauen möglichst hinter der Front zu stationieren und aus Gefechten herauszuhalten. Soldatinnen durften nicht direkt in der Infanterie, Artillerie oder in Spezialeinheiten dienen. Dennoch gerieten auch Frauen in anderen Einheiten bei den Einsätzen im Irak und in Afghanistan immer wieder in die Schusslinie.

USA

Das solle sich nach dem Willen von Panetta in den kommenden Jahren ändern können. Es werde den Medienberichten zufolge aber auch künftig noch Ausnahmen geben. Die Entscheidung werde in einem "Prozess" umgesetzt, hieß es am Mittwoch in Regierungskreisen in Washington. Bis Januar 2016 hat die Armee demnach Zeit, um Ausnahmen für bestimmte Stellen in den Kampftruppen zu empfehlen, die für Soldatinnen weiterhin tabu sein sollen.

In eine ersten Reaktion begrüßte der hochrangige Senator Carl Levin vom Streitkräfte-Ausschuss die Entscheidung. Diese spiegele die Realität des Krieges im 21. Jahrhundert wider, sagte er. Auch die Bürgerrechtsorganisation ACLU zeigte sich erfreut. Sie hatte im November im Namen von vier Soldatinnen Klage gegen das Verteidigungsministerium eingereicht. Demnach sind wegen des Verbots bislang Hunderttausende aus den Konflikten zurückkehrende Veteraninnen Karrieremöglichkeiten im US-Militär verwehrt.

Frauen machen etwa 15 Prozent der US-Streitkräfte aus - mehr als 200.000 Soldatinnen, was etwa der Gesamtstärke der Bundeswehr entspricht. Darunter sind 37.000 weibliche Offiziere. Als Sanitäterinnen, Militärpolizistinnen und Geheimdienstoffiziere dienen einige bereits an vorderster Front, formal gehören sie allerdings nicht den Kampfeinheiten an. Laut CNN starben in Einsätzen im Irak und in Afghanistan insgesamt mindestens 130 Soldatinnen, mehr als 800 Frauen wurden verwundet.

Die US-Streitkräfte begannen in den vergangenen Jahren, die Kampftruppen vorsichtig für Soldatinnen zu öffnen. Im Februar 2012 gab Panetta bereits etwa 14.000 Posten in Kampfeinheiten für weibliche Bewerber frei.

Gesetzesänderung USA schicken Frauen an die Front

Frauen können in der US Army in Zukunft auch zum Kampfeinsatz geschickt werden.

Gesetzesänderung: USA schicken Frauen an die Front

Vor allem betreffen die nun angekündigten Neuerungen die Kampfeinheiten im Heer und bei den Marineinfanteristen. Luftwaffe und Marine haben dagegen die meisten Beschränkungen für Soldatinnen bereits aufgehoben. Frauen sind dort etwa als Kampfpilotinnen und auf U-Booten im Einsatz.

  • 26.01.2013, 16:19 Uhrcaesar4441

    Ist denen schon das Kanonenfutter ausgegangen ?Oder wird es jetzt ernst mit dem 3. WK ?

  • 24.01.2013, 15:15 Uhrpedrobergerac

    Wer das Schwert ergreift, wird durch das Schwert umkommen.
    Schickt doch Hillary Clinton, Condoleezza Rice und Madeleine Albright an die Front. Diese Kriegstreiberinnen und Gewitterziegen haben wahrlich verdient, wenn man ihnen mal so richtig die Hölle heiß macht.

  • 24.01.2013, 13:54 UhrOckhams_Rasiermesser

    Nicht nur das: ich hoffe das Handelsblatt weist auch alle Kioske und Zeitschriftenabteilungen in Deutschland an, ihnen nie wieder eine Ausgabe zu verkaufen. Ich sag dann mal Tschüß.

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