Kanada
Sorge vor Blackouts in der Wirtschaftsmetropole

In der kanadischen Provinz Ontario stehen die Zeichen auf Ausbau der Kernenergie. Eine Studie der Ontario Power Authority (OPA) schlägt vor, auch künftig 50 Prozent des Energiebedarfs aus Atomkraft zu decken.

OTTAWA. Bei anhaltendem Wirtschaftswachstum und steigender Energienachfrage bedeutet dies einen Ausbau der Kernenergie. Neben der Laufzeitverlängerung bestehender Meiler empfehlen die Energieexperten auch, neue Atomkraftwerke zu bauen. Trotzdem soll der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung von derzeit 23 Prozent bis 2025 auf 43 Prozent steigen.

In Kanada sind für die Energierversorgung die Provinzen zuständig. Ontario hat im Sommer einen Spitzenbedarf von 23 000 bis 28 000 Megawatt. Gegenwärtig werden 51 Prozent aus Kernkraft gedeckt, 23 Prozent aus erneuerbaren Energien wie Wind, Wasser und Solarkraft. Hinzu kommen sieben Prozent aus Gas- und 19 Prozent aus Kohlekraftwerken.

Aus Gründen des Umweltschutzes hat die Regierung Ontarios beschlossen, Kohlekraftwerke bis 2009 stillzulegen. Wird dieser Beschluss umgesetzt und steigt die Nachfrage weiter, tut sich bei der Energieversorgung künftig eine Deckungslücke von 24 000 Megawatt auf, was etwa 80 Prozent des aktuellen Bedarfs entspricht. Bereits beschlossene und begonnene Nachrüstungen von Kernreaktoren, neue Wasserkraftprojekte und Lieferverträge mit anderen Provinzen verringern die Lücke auf 15 000 Megawatt. Vollständig geschlossen werden soll sie nach den Empfehlungen der OPA durch einen Ausbau der erneuerbaren Energien und der Kernkraft.

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