Kanaren und Süditalien
Flüchtlingsansturm ungebrochen

Am Montag gelangten nach Angaben der spanischen Behörden mehr als 320 Afrikaner mit vier Booten auf die Kanarischen Inseln. Damit hält der Flüchtlingsansturm an. Innerhalb von vier Tagen erreichten 1000 illegale Zuwanderer die Inselgruppe.

HB SANTA CRUZ/ROM. Auf der süditalienischen Insel Lampedusa landeten innerhalb von 24 Stunden bis zum frühen Montagmorgen mehr als 400 Immigranten. Die illegalen Einwanderer seien auf insgesamt sieben Booten unterwegs gewesen, berichteten italienische Medien. Allein auf einem Boot hätten sich 200 Flüchtlinge befunden, hieß es.

Die Zuwanderer auf Lampedusa wurden in das Aufnahmezentrum der italienischen Insel gebracht, das jedoch normalerweise nur auf 190 Menschen eingestellt ist. Mitte März waren an einem Tag rund 500 Flüchtlinge auf Lampedusa angekommen. Jedes Jahr treffen in Süditalien Zehntausende illegaler Zuwanderer ein, die in der Regel von Libyen aus Kurs auf das EU-Land nehmen.

Experten in Spanien führten das jüngste Anschwellen des Flüchtlingszustromes auf die günstige Witterung und die ruhige See zurück, die die Überfahrt von der westafrikanischen Küste auf die Kanaren begünstigten. Im vorigen Jahr waren auf der spanischen Inselgruppe rund 31 000 Bootsflüchtlinge registriert worden. Ende 2006 nahm der Zustrom ab, nachdem Spanien die Kontrollen auf dem Atlantik verstärkt und Tausende von „Illegalen“ in deren Heimatländer abgeschoben hatte.

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