Kandidatur der Republikaner
US-Senator Graham will Präsident werden

Das republikanische Bewerberfeld für die Präsidentschaftswahl 2016 wird immer voller. Senator Lindsey Graham aus South Carolina präsentiert sich als erfahrener Außenpolitiker in einer gefährlichen Welt.
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CentralAuch der US-Senator Lindsey Graham bewirbt sich um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner 2016 und will dabei vor allem mit Außen- und Sicherheitspolitik punkten. „Ich habe eine einfache Botschaft“, sagte der Politiker aus South Carolina am Montag zur Eröffnung seines Wahlkampfs. „Ich habe mehr Erfahrung mit unserer nationalen Sicherheit als jeder andere Kandidat. Das schließt dich mit ein, Hillary.“

Gemeint ist die demokratische Bewerberin und frühere US-Außenministerin Hillary Clinton. Sie hat bei den Demokraten nur wenig Konkurrenz und gilt als aussichtsreiche Kandidatin. Bei dem Republikanern drängeln sich hingegen bereits zahlreiche Bewerber. Wer offizieller Kandidat wird, entscheidet sich kommendes Frühjahr bei Vorwahlen. Die eigentliche Wahl ist im November 2016.

Graham gilt als prominenter Vertreter einer durchsetzungsstarken US-Außenpolitik. Die Lage der Welt malt er in düsteren Farben. „Einfach gesagt: Der radikale Islam ist wild geworden“, sagte er. „Sie haben mehr Rückzugsräume, mehr Geld, mehr Waffen und mehr Kapazität zum Zuschlagen in unserem Land als jemals seit dem elften September. Sie sind groß, sie sind reich, und sie haben sich verschanzt.“ Als Präsident werde er dafür sorgen, dass sie „klein, arm und auf der Flucht“ sein würden.

Die größte Bedrohung sieht Graham im Iran. Sollten die USA eine iranische Atomwaffe nicht verhindern, werde Teheran einen Rüstungswettlauf in der politisch instabilsten Weltregion eröffnen. Der 59-Jährige war früher als Jurist bei der Air Force und ist nun die dritte Wahlperiode im Senat.

Obwohl Graham als Konservativer gilt, setzt er bei einigen politischen Projekten auf Kompromisse mit den Demokraten. So unterstützte er 2012 eine Zuwanderungsreform und stimmte im Haushaltsstreit 2013 dafür, die Schließung diverser Bundesbehörden zu beenden. In der Außenpolitik vertritt er eine ganz andere Linie als etwa sein Parteikollege Rand Paul, der weniger militärische Interventionen will.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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