Kanzler rechnet mit positiver Überraschung
Schröder und Fischer unterstützen Wolfowitz

Deutschland will die Wahl des umstrittenen US-Politikers Paul Wolfowitz als neuen Chef der Weltbank unterstützen. Er habe US-Präsident George W. Bush telefonisch zugesagt, dass an der Bundesregierung die Wahl nicht scheitern werde, sagte Bundeskanzler Gerhard Schröder am Montag im Nachrichtensender n-tv.

HB BERLIN/KIEW. Man werde vielleicht noch „positiv überrascht“ sein von der Arbeit des künftigen Weltbankchefs, fügte der Kanzler hinzu.

Auch Außenminister Joschka Fischer (Grüne) sagte der dpa am Rande eines Besuchs in Kiew: „Man sollte bei Wolfowitz nicht mit vorgefertigten Meinungen arbeiten.“ Fischer gestand aber ein, dass es in der Vergangenheit Meinungsverschiedenheiten mit dem bisherigen Vize-Verteidigungsminister der USA gegeben habe. Der 61-jährige Wolfowitz gilt als eine der treibenden Kräfte des Irak-Krieges.

Die Nominierung des Vordenkers der „Neo-Konservativen“ in den USA war bei verschiedenen Regierungen wegen dessen politischer Ansichten und seiner mangelnden Erfahrung in internationalen Finanzinstitutionen auf Ablehnung gestoßen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%