Kanzlerin in Washington eingetroffen
USA erwarten von Merkel mehr Härte gegen Putin

Kurz vor Merkels Ankunft in Washington kritisiert der einflussreiche US-Senator John McCain sie scharf. Ihre fehlende Führungsstärke sei ihm "peinlich." Viele Amerikaner fordern von der Kanzlerin mehr Härte gegen Putin.
  • 18

WashingtonBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihren mit Spannung erwarteten Besuch in den USA begonnen. Ihr Regierungsflieger landete am Donnerstagabend (Ortszeit) auf dem internationalen Flughafen der Hauptstadt Washington. Unmittelbar nach ihrer Ankunft am Donnerstag (Ortszeit) traf Merkel mit US-Senatoren zusammen.

Am Freitag kommt sie mit US-Präsident Barack Obama zusammen, zudem stehen eine Pressekonferenz und ein Mittagsessen an. Danach will Merkel vor Unternehmern für das transatlantische Freihandelsabkommen werben. Zum Abschluss des knapp 24-stündigen Besuchs spricht sie mit Christine Lagarde, der Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Insider in Washington warnen vor hohen Erwartungen an die Gespräche. Merkel werde die Spionageaffäre erneut ansprechen, doch Obama dürfte auf deutsche Forderungen und Vorschläge für Konsequenzen kaum eingehen. Stimmen aus der eigenen Partei raten der Kanzlerin allerdings, die leidige Frage hinter sich zu lassen.

Merkel und Obama dürften auch versuchen, das wegen der Spionageaffäre um den US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) belastete deutsch-amerikanische Verhältnis wieder zu verbessern. Merkel ist selbst betroffen - die NSA hatte bis 2013 auch ihr Handy abgehört. Die US-Regierung hat weitreichende deutsche Vorschläge für Konsequenzen aus der Affäre bislang zurückgewiesen.

„Die fehlende Führungsstärke in Berlin ist peinlich“

US-Regierungssprecher Jay Carney betonte, fraglos sei die Situation in der Ukraine „im Fokus der Gespräche“. Vor allem von Kongressmitgliedern kommen immer wieder Forderungen, Merkel sollte sich für schärfere Sanktionen einsetzen. Aber es gebe auch andere Themen. „Dies eine sehr wichtige Freundschaft und Beziehung“, sagte Carney.

Kurz vor dem Eintreffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Washington übte der einflussreiche US-Senator John McCain scharfe Kritik an der Ukraine-Politik der deutschen Regierung geübt. Die fehlende Führungsstärke in Berlin sei ihm "peinlich", sagte McCain am vor Journalisten im Kongress. Der republikanische Politiker erklärte, er werde Merkel am Rande ihres Besuchs in der US-Hauptstadt treffen und ihr dies dann auch so sagen.

Kommentare zu " Kanzlerin in Washington eingetroffen: USA erwarten von Merkel mehr Härte gegen Putin"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Sie haben recht. Die Politiker wollen das nicht mehr sehen, das deutsche Volk schon, mit Mehrheit steht eher hinter Russland, das unnötig von den USA, der nicht legitimierten EU und Deutschland provoziert wurde. Die Menschen in Deutschland west und ost wissen sehr wohl, dass Russland die Wiedervereinigung erst möglich gemacht hat. Das dürfen wir nicht vergessen. Auch wenn Russland nie ein westliches Demokratieverständnis übernehmen wird, ist Deutschland zu einem friedlichen Miteinander verpflichtet und darf sich nicht als Kriegstreiber benutzen lassen. Merkels Besuch in den USA ist überflüssig und falsch.

  • Merkel hätte sich die Reise sparen sollen. Die amerikanischen Weltverbesserer, Spione und Kriegstreiber sollen sich aus Russlands Angelegenheiten heraushalten. Europa will keinen Krieg für ideologische Interessen der USA. Deutschland und die EU müssen ihr Marionettendasein beenden. Rüssland und Deutschland brauchen sich gegenseitig. Und das ist gut für beide Länder. Gespräche sind gefordert.

  • Das ist einfach nur noch billig, einen absolut grottenschlechten Beitrag, vom Amerika verherrlichenden propagandistischen Manipulationsagentur Reuters übernehmen. Den deutschen Leser immer noch für blöd haltend, nicht mal den verlogenen und unrichtigen Passus „OSZE-Mitarbeiter“ zu streichen. Was ist das für ein Armutszeugnis? Wollt ihr auf eine Stufe mit der Bildzeitung landen?
    Da wird ein, aus der Ecke kläffender Kinderschreck „MacCain“ als einflussreicher Senator präsentiert, der jetzt aber unserer IM-Erika die Levieten lesen will, und kein Termin hat.
    Eine CDU, die unserer Angela nahe legt die NSA - Verbrechen besser nicht anzusprechen, wegen der guten Beziehungen. Das dass gesamte deutsche Volk Opfer Amerikanischer Verbrechen ist, scheißegal. Dass die Amerikaner in unserem Garten zündeln, mit sehr gefährlichen Zündhölzern, die einen Flächenbrand auslösen können, auch egal. Hauptsache der Putin kriegt sein Fett weg.
    Da frage ich mich was will diese Frau da? Kaffee trinken mit einem Massenmordenden, Kriegstreibenden, Menschenleben verachtenden Friedenspreisträger.
    Es sollte ehr ein Typ wie Schröder hin und den Cowboys den Stinkefinger zeigen.
    Eine Frage habe ich noch. Wie lange wollt ihr so eine negative Propaganda noch betreiben?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%